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28.04.2021

Beten für die Menschen in Indien

Nachrichten der SRED (Society für Rural Education and Development) aus Indien verheißen nichts Gutes

Die Nachrichten die die Evangelische Miriam-Kirchengemeinde aus ihrer Partnerschaft mit der Gesellschaft für Bildung und Entwicklung auf dem Land, SRED, kürzlich erreichten, verheißen nichts Gutes. Fatima Burnad schrieb, dass zwei junge Dalits (Unberührbare) getötet wurden, nachdem sie ihr Wahlrecht ausgeübt hatten. Dalits und Adivasi (indigene Bevölkerung Indiens) erfahren immer wieder gewalttätige Übergriffe, nicht nur von staatlicher Seite.

Aber nicht nur das treibt die langjährige Leiterin von SRED um. Die Entwicklung der Corona-Pandemie in Indien bereitet ihr größte Sorgen. Seit Tagen hält Indien den traurigen Rekord bei den Neuinfektionen weltweit innerhalb von 24 Stunden. Waren es vor gut einer Woche „nur“ 217.000, sind es nun täglich über 300.000 (Stand: 28. April), Tendenz steigend. Medizinischer Sauerstoff, Geräte zur Herstellung medizinischen Sauerstoffs, Beatmungsgeräte, Medikamente sind Mangelware. Menschen sterben, während sie auf Hilfe warten, vor den überfüllten Krankenhäusern auf der Straße. Inzwischen sind die Hilfsaktionen einiger westlicher Industrieländer und der Weltgesundheitsorganisation angelaufen.

Wie überall trifft es auch in Indien die Ärmsten der Armen besonders hart. Insbesondere Dalit- und Adivasi-Frauen in ländlichen Bereichen sind von mangelnder medizinischer Versorgung überdurchschnittlich häufig betroffen. Der Zugang zu medizinischer Behandlung bleibt ihnen oftmals verwehrt. Für Medikamente fehlt ihnen das Geld. Auch ist der Weg ins nächstgelegene Krankenhaus oft zu weit. Fatima Burnad befürchtet, dass sich die zweite Coronawelle noch verstärken wird. Sie bittet darum, für die Menschen in Indien zu beten.

Neben der Corona-Pandemie sind für SRED auch noch andere Aktivitäten wichtig. So nahm SRED gemeinsam mit „People’s Coalition on Food Sovereignty“ (Koalition für die Souveränität bei der Ernährung) und „PAN Asia Pacific“ (Netzwerk gegen den Einsatz von Pestiziden) an einem Aktionstag gegen die Kontrolle der Konzerne über die Nahrungsmittelproduktion teil. In ihrer Schlussbotschaft forderten die Akteure u.a. gesunde, lokal angebaute und hergestellte Lebensmittel sowie ein Ernährungssystem, das fundamentale Menschenrechte über den Profit der Konzerne stellt.

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Foto: SRED
Eine Forderung zum Aktionstag: „Lebensmittel aus lokaler Produktion!“
Foto: SRED