Schwalbennestorgel in St. Marien wird erneuert

Beinahe auf den Tag genau ein halbes Jahrhundert alt ist die Schwalbennestorgel in der Stadtkirche St. Marien. Jetzt soll sie klanglich und technisch umgebaut werden.

„Damit bekommen wir eine noch bessere Klangvielfalt“, begründet Kantor Manfred Schwendner das Vorhaben. So sollen einige der 2.526 Orgelpfeifen umgearbeitet und zum Teil auch ausgetauscht werden. Außerdem sei eine Reinigung der Pfeifen „dringend erforderlich“, ergänzt Renate Fischer, stellvertretende Vorsitzende der Stiftung Kulturgut und Kirchenmusik der Evangelischen St. Mariengemeinde.

Die Umarbeitung wird geschätzte 75.000 Euro kosten. Eine Summe, für die die Stiftung Kulturgut und Kirchenmusik der St. Mariengemeinde bereits einen Grundstock beigesteuert hat. Außerdem freut sich die Gemeinde über eine Spende der Sparkasse Dortmund in Höhe von 10.000 Euro. „Ohne sie hätten wir das Projekt nicht in Angriff nehmen können“, sagt Pfarrer Ingo Maxeiner.

Im Laufe des nächsten Jahres, so Renate Fischer, sollen die Arbeiten an der Orgel beginnen. Pfarrer Maxeiner schätzt, dass sie zwischen Ostern und Sommer wegen der Umarbeitung nicht mehr im Gottesdienst erklingen kann. Eine kleine Orgel oder ein Klavier wird für Ersatz sorgen bis die große Schwalbennestorgel mit größerem Klangvolumen neu ertönt. Schließlich ist sie „die Königin der Instrumente, die den Gottesdienst zum Fest macht“, so Pfarrer i.R. Hartmut Neumann.

Ganz im Zeichen der Orgel steht auch die Jahrestagung der Stiftung Kulturgut und Kirchenmusik am kommenden Freitag, 10. November, 19 Uhr, Stadtkirche St. Marien. Die Gemeinde hat sich dafür etwas ganz Besonderes ausgedacht: Das musikalische Festprogramm bei der Einweihung der Orgel am 2. Advent 1967 wird bei dem Stiftungsjahrestag – mit nur kleinen Änderungen – wiederaufgeführt. Manfred Schwendner hält den Festvortrag zum Thema „Die Orgeln in der Geschichte der St. Marienkirche“.

Die Gemeinde hat 2003 die Stiftung gegründet, um das kulturelle Erbe der ältesten Dortmunder Innenstadtkirche bewahren zu können. So hat die Stiftung seit ihrem Bestehen u.a. die Neueindeckung des Kirchendachs und die Restaurierung des Marienaltars sowie des Sakramentshauses finanziert. Renate Fischer ist „berührt“ über die Spendenfreudigkeit gerade im letzten Jahr. „Wir haben viele Menschen aus der ganzen Stadtgesellschaft und auch darüber hinaus, die sich mit Spenden für den Erhalt von St. Marien einsetzen.“ Diese Spenden, sagt Pfarrer Maxeiner, werden auch in Zukunft notwendig sein.

  • Jahrestagung der Stiftung Kulturgut und Kirchenmusik
    Freitag, 10. November, 19 Uhr,
    Stadtkirche St. Marien
Foto: Stephan Schütze
Die Schwalbennestorgel in St. Marien. Foto: Stephan Schütze