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11.02.2021

Einmal Aufwärmen – Hilfen inklusive

Tagesaufenthalt für Wohnungslose in Lünen findet große Resonanz

Die Corona-Pandemie trifft einzelne Bevölkerungsgruppen besonders hart. Die Gruppe der Wohnungslosen gehört dazu. Zahlreiche unterstützende Dienste mussten seit Frühjahr vergangenen Jahres ihre Angebote einschränken. In den Wintermonaten ist das Leben auf der Straße umso belastender. Seit Anfang Januar haben wohnungslose Menschen in Lünen jetzt die Möglichkeit, sich tagsüber in geschützten Räumen aufzuhalten, sich aufzuwärmen und etwas Zeit in der Gemeinschaft zu verbringen. Natürlich geht auch das nur unter strengen Hygieneauflagen zum Schutz aller Beteiligten.

Der Tagesaufenthalt, den die Stadt Lünen, die Diakonie, der Verein "Dach über dem Kopf" und die Evangelische Kirche gemeinsam entwickelt und umgesetzt haben, hat großen Zuspruch unter den wohnungslosen Menschen in Lünen bekommen: „Täglich besuchen uns durchschnittlich zehn Gäste“, berichtet Alexander Lenz, Leiter der benachbarten Diakonie-Beratungsstelle für Wohnungslose in Lünen, der ebenfalls mit seinem Team im Tagesaufenthalt vertreten ist. „Wir geben täglich Kaffee, Tee und Kaltgetränke aus, dazu gibt es belegte Brote. Am Wochenende können wir sogar warme Mahlzeiten anbieten, die wir durch Spenden von engagierten Metzgern und Bäckern und weiteren Helfern ermöglichen können. Dafür sind wir sehr dankbar“, sagt der Sozialarbeiter. Der Tagesaufenthalt am Lüner St.-Georg-Kirchplatz 6 ist an sieben Tagen in der Woche von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

Doch die Hilfe hört nicht bei der Verpflegung auf: Auch die Beratungsstelle der Diakonie bietet vor Ort Beratung und Hilfe an für Menschen, die der Wohnungslosigkeit entkommen wollen. Interessierte erhalten Zugänge zu Krankenversicherung und Grundsicherung und werden, bei Bedarf, in weiterführende Hilfen vermittelt.

Der Tagesaufenthalt ist weiterhin auf Spenden angewiesen, Geld- genauso wie Sachspenden. Die Mitarbeitenden und vor allem die Besucherinnen und Besucher des Lüner Tagesaufenthalts freuen sich über Kaffee, Tee, Zucker, aber auch Tassensuppen und weitere Hilfen. Zudem werden Kaffeebecher, Suppenteller und Besteck benötigt. Bücherspenden in kleinen Mengen werden gerne angenommen. Wer etwas beitragen möchte, kann seine Spenden vor Ort abgeben am St. Georg-Kirchplatz 6 oder in der Beratungsstelle der Diakonie, St. Georg-Kirchplatz 4a in Lünen. Rückfragen hierzu beantwortet gerne Alexander Lenz von der Diakonie unter Telefon: 02306 2035020.

Foto: Stephan Schütze
Der Tagesaufenthalt hat großen Zuspruch unter den wohnungslosen Menschen in Lünen bekommen.
Foto: Stephan Schütze