• Kontakt

12.10.2013 // Neuer Superintendent

"Der Mensch im Zentrum des Interesses"

Ulf Schlüter ist Superintendent des neuen Evangelischen Kirchenkreises Dortmund.

Ulf Schlüter ist Superintendent des neuen Evangelischen Kirchenkreises Dortmund

Ulf Schlüter ist Leiter des neuen Evangelischen Kirchenkreises Dortmund. Zum 1. Januar 2014 schließen sich die drei evangelischen Kirchenkreise in Dortmund mit dem evangelischen Kirchenkreis Lünen zu einem Kirchenkreis zusammen. Die Vereinigungssynode am Samstag, 12. Oktober in St. Reinoldi wählte den 51-jährigen zum Superintendenten.

Schlüter ist Pfarrer der Kirchengemeinde Asseln. Er wünscht sich den neuen Kirchenkreis als "den Menschen nahe, verständlich, entschieden und klar", so erklärte er in seiner Vorstellungsrede. In der evangelischen Kirche gehöre "der Mensch in das Zentrum des Interesses."

Zu seinen ständigen Stellvertretern wählte die Synode Andrea Auras-Reiffen (54), Pfarrerin am Fritz-Henßler-Berufskolleg, und Michael Stache (46), bisher Superintendent des Kirchenkreises Dortmund West.

Die 242 anwesenden Synodalen aus 29 Kirchengemeinden Dortmunds und Lünens fordern eine Neuorientierung der europäischen Flüchtlingspolitik. Mit Blick auf die schweren Unglücke vor Lampedusa verabschiedete die Synodalen eine Erklärung "Die Augen nicht verschließen vor der Not der Flüchtlinge".

Die Sicherung der EU-Außengrenzen dürfe nicht dazu führen, dass Menschen auf der Flucht sterben müssen. Die EU-Länder seien reich genug, um mehr Flüchtlinge aufzunehmen.Dringend nötig sei eine Soforthilfe zur menschengerechten Ausstattung der Auffanglager in Lampedusa.

Der Stadt Dortmund sagt die Evangelische Kirche ihre Unterstützung zu, sie brauche "dringend mehr Solidarität von den übergeordneten staatlichen Ebenen." Als konkreten Beitrag würde zurzeit die Aufnahme von Flüchtlingen in kircheneigenen Häusern geprüft.

Die Synode befasste sich auch mit der Satzung des neuen Kirchenkreises und seiner Haushaltsplanung für das kommende Jahr. Der neue Kirchenkreis startet mit einer soliden Finanzgrundlage. Im laufenden Haushaltsjahr wird das Kirchensteueraufkommen voraussichtlich sogar um 1,2 Millionen Euro über der Planung von 23,3 Millionen Euro liegen. Im kommenden Jahr ist das Kirchensteueraufkommen auf 24,4 Millionen Euro prognostiziert.

Der neugewählte Superintendent Ulf Schlüter (links) mit dem bisherigen VKK-Vorstandsvorsitzenden Paul-Gerhard Stamm. Foto: Stephan Schütze