14.03.2022

Flüchtlinge sollen spüren, dass sie willkommen sind

Präses Annette Kurschus: „Wir sind gefragt“

Präses Annette Kurschus ruft Kirchengemeinden, Kirchenkreise und Diakonische Werke in der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) auf, Kommunen und Landkreise bei der Aufnahme von ukrainischen Kriegsflüchtlingen zu unterstützen.

In einem Brief an die Superintendentinnen und Superintendenten der 27 Kirchenkreise bat die leitende Theologin der westfälischen Landeskirche: „Öffnen Sie Häuser, stellen Sie Räume zur Verfügung für Kinderbetreuung und zur Begegnung. Schaffen Sie Angebote, damit die Menschen begleitet werden, Alltagshilfen bekommen, die Sprache lernen können und nicht zuletzt spüren, dass sie willkommen sind. Aus den Erfahrungen des Jahres 2015 weiß ich, wie groß Ihre Kreativität und Ihr Engagement sind. Sie kennen die konkrete Situation in Ihrer Stadt und Region und wissen, was genau nötig und was möglich ist. Darauf vertraue ich.“

Gleichzeitig würdigte Präses Kurschus alles bereits angelaufene Engagement: „Viele Kirchengemeinden, Kirchenkreise und Diakonischen Werke sind in den letzten Tagen schon intensiv in der Hilfe für die Kriegsflüchtlinge aktiv geworden. Für dieses Engagement danke ich Ihnen von Herzen.“ Sie dankte allen, „die bereits jetzt mitüberlegen, anpacken, zusammenhalten und helfen, diese große Aufgabe zu bewältigen. Vermutlich wird es ein langer Weg, und wir werden ihn Schritt für Schritt bauen, während wir ihn gehen. Das ist jetzt unsere Aufgabe. Die Not der Menschen und unsere eigenen Aufrufe zur Solidarität mit ihnen verpflichten uns.“ Wichtig sei dabei jedoch die enge Kooperation mit Kommunen und Landkreisen. (EKvW)

Grafik: ACK
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