11.04.2023

Berührender Gottesdienst und ganz großes Kino …

ARD-Fernsehgottesdienst am Ostersonntag aus St. Reinoldi

„Ein beeindruckender Gottesdienst!“ „Sehr bewegend!“ „Großes Kino – vielen Dank dafür!“ Die Reaktionen auf den Fernseh-Gottesdienst, der am Ostermontag aus der Stadtkirche St. Reinoldi in Dortmund übertragen wurde, übertrafen alle Erwartungen.

Eher kurzfristig wurde Pfarrerin Susanne Karmeier angefragt, ob sie für den ARD-Feiertags-Gottesdienst einspringen könnte. Gemeinsam mit ihren „Kino-und-Kirche“-Kollegen, Pfarrer Christian Höfener-Wolf und Pfarrer Bernd Becker, gestaltete das eingespielte Team gemeinsam mit Alida Standke (Lesung) einen hoffnungsvollen, nachdenklichen und sehr anrührenden Gottesdienst zum Thema Hoffnung.

Im Mittelpunkt der Predigt stand der Film „Mr. May und das Flüstern der Ewigkeit“, die Geschichte eines britischen Verwaltungsangestellten, dessen Job es ist, die Beerdigungen alleinstehender Verstorbener zu organisieren. Dass er dabei viel Zeit investiert, um den Menschen einen würdevollen Abschied zu bereiten, gefällt seinen Vorgesetzten nicht – den Zuschauer*innen und auch der Feiertagsgemeinde ging der leise, leicht melancholische Film erkennbar nah.

Wer bleibt, wenn alle gegangen sind? Wer trägt mich, wenn niemand mehr da ist? Auf wen kann ich mich wirklich verlassen? Der Gottesdienst berührte zentrale Themen des Glaubens an einem Ort, an dem regelmäßig „Gottesdienste für Unbedachte“ stattfinden, in dessen Umfeld sich Menschen ohne Dach über dem Kopf und Suchende aufhalten und der nicht nur deshalb gut zum Film und zur Botschaft passte. Die Musik von Reinoldi-Kantor Christian Drengk, von Daniel Hufnagl und Felix Heitmann, vom Stefan Schöler Trio und der Chorakademie Dortmund rundete den stimmungsvollen Fernseh-Gottesdienst ab und prägte ihn auf eindringliche und nachhaltige Art.
niki

Foto: Privat
Kirche und Kamera: Auch die Reinoldikirche spielte eine wichtige Rolle im TV-Gottesdienst. Immer wieder blendete die Regie besondere Details aus der üppig gestalteten Innenstadtkirche ein – manche davon sind mit bloßem Auge im Gottesdienst kaum zu entdecken.
Foto: privat