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Fußball Turnier der Religionen in Dortmund

2015 - 10 Jahre Fussballturnier der Religionen

Spektakuläres Jubiläum- Fahnenlauf der Nationen als Höhepunkt

Das zehnte Fußballspiel der Religionen gewannen die Imame mit 4:2. Das Ergebnis des Jubiläumsspiels im Hoeschpark am ersten Septemberwochenende glich die Bilanz aller zehn Spiele aus. Zwischen Pfarrern und Imamen steht es jetzt 5:5.

Zum Jubiläum gab es etwas Besonderes: Einen „Fahnenlauf der Nationen“. Menschen aus 189 Nationen leben in Dortmund. Darum wurden die bunten Fahnen all dieser hier vertretenen Nationen als deutliches Symbol der Toleranz und Weltoffenheit aufs Fußballfeld getragen und geschwenkt. Flüchtlinge aus verschiedenen Ländern, Vertreter der BVB-Fanabteilung und Besucher des Turniers unterstützen die Veranstalter dabei. „Dass sich so viele Menschen engagieren, ist für uns eine Ermutigung“, meinte Pfarrer Friedrich Stiller.

Für den Schirmherrn des Fußballspiels der Religionen, Oberbürgermeister Ullrich Sierau eine willkommene Unterstützung der Kampagne „Wir alle sind Dortmund" Diese hat die Stadt mit dne Religionsgemeinschaften 2015 neu gestartet. "Die Kooperation der Religionen in Dortmund funktioniert wegen solcher Projekte wie diesem Fußballturnier!"meinte Sierau. 

Ein richtig gutes Spiel

Die Kommentatoren des Spiels Pfarrer gegen Imame, Gerd Kolbe und Stefan Hoffmann, Moderator bei Radio 91.2, beobachteten beim 4:2 eines der „besten Spiele der letzten Jahre". In den ersten 25 Minuten hatten die Imame das Spiel im Griff. Der Torwart der Pfarrer, Thomas Weber aus Gevelsberg, hielt lange das 0:0. Die Moderatoren vermuteten einen Zusammenhang mit seinem Auftrag als „Olympia-Pfarrer“. „Bei dem nassen Geläuf“, so kommentierten sie, „geht es nur über Kraft und nicht die hohe Fußballtechnik.“ Erst kurz vor Schluss der 1. Halbzeit erzielten die Imame das 1:0.

Die zweite Halbzeit war ausgeglichener. „Die Pfarrer haben jetzt mehr vom Spiel“, erkannten die Beobachter am Spielfeldrand. In einer Drangphase der Pfarrer gelang den Imamen jedoch das 2:0. Die Pfarrer gaben nicht auf und erzielten im Gegenzug das 2:1. Torschütze war Valens Karangwa aus Ruanda, ökumenischer Mitarbeiter der Evangelischen Kirchengemeinde Schüren. Nun sahen Kolbe und Hoffmann eine „Schlussoffensive der Pfarrer“. In der aber wieder die Imame das Tor zum 3:1 erzielten. Kurz vor Schluss der Partie erhöhten die Pfarrer noch einmal den Druck und Valens Karangwa erzielte das 3:2. Er hatte auch das 3:3 auf dem Fuß. Ein Abwehrspieler der Imame warf sich in den Schuss. Pfarrer André Graf traf das Aluminium. Unbeeindruckt antworteten die Imame mit dem 4:2 in der letzten Spielminute.

Flüchtlinge gewinnen Herrenturnier

Der Nachmittag startete mit einem Herrenturnier. Der Jüdische Sportclub Makkabi, eine muslimische Mannschaft, ein Team der Fanabteilung des BVB und ein Team aus Flüchtlingen aus der Unterkunft am Ostpark spielten gegeneinander. Überzeugender Gewinner war die Flüchtlingsmannschaft. Sie gewann ihre zwei Spiele mit insgesamt 11:2 Toren. Das Team der Fanabteilung des BVB knüpfte vor einem halben Jahr Kontakte in die Einrichtung auf der Suche nach einem Trainings- und Spielpartner. „Schnell waren genügend Mitspieler gefunden“, berichtet Torsten Schild, Leiter der Fan- und Förderabteilung des BVB.

Familienfest in der Nordstadt

Die Veranstaltung hat inzwischen bundesweit Anerkennung gefunden: Der DFB hat die Veranstaltung mit dem Integrationspreis ausgezeichnet. Längst ist das Turnier ein großes Familienfest geworden. Es gab Spiel- und Aktionsstände und eine Aufführung der Tanzgruppe „Harimon“ aus der Jüdischen Kultusgemeinde. Der Luther-Kindergarten bot Kinderschminken an, das „mondo mio! Kindermuseum“ Basteln für Schulkinder und das Jüdische Jugendzentrum Emuna Spiele für Jugendliche. Das BVB-Fanprojekt und der Christliche BVB-Fanclub „Totale Offensive“ aus der Nordstadt nahmen teil. Die DITIB-Moscheegemeinde kümmert sich ums Kulinarische.

Dortmunder Selbstverpflichtung vor dem Spiel

Wichtig ist den Veranstaltern - Evangelische Kirche, DITIB-Moscheen und Jüdische Gemeinde - die Verlesung der Dortmunder Selbstverpflichtung. Sie handelt von gegenseitigem Respekt, Akzeptanz und dem Abbau von Vorurteilen zwischen den verschiedenen Religionen. „Wir setzen damit zusammen ein fröhliches Zeichen für Toleranz und ein friedliches Miteinander“, so die Veranstalter. Sie wird vor jedem Spiel von Vertretern der Religionsgemeinschaften verlesen.

Kontakt

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Evangelischer Kirchenkreis Dortmund

Jägerstraße 5

44145 Dortmund

 

Telefon: 0231 8494-373

Telefax: 0231 8494-364

E-Mail: rgv(at)ekkdo.de

 

Pfarrer Friedrich Stiller

Referatsleiter

Telefon: 0231 8494-376

friedrich.stiller(at)ekkdo.de

 

Diane Spitz

Diplom-Sozialpädagogin

Organisation und Projektabwicklung

Telefon: 0231 8494-379

diane.spitz(at)ekkdo.de

 

Simone Esken

Bürokauffrau

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