Rechtsextremismus in der Region

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Neuer Film: Rechtsextremismus in Dortmund – eine Stadt wehrt sich –
Stadt Dortmund ließ Stadtrundgang der Christ*innen gegen Rechtsextremismus verfilmen

Foto: Stephan Schütze

Rechtsextremismus ist seit Jahren ein Problem in Dortmund und in der Region.

Auf diese Entwicklung ist von kirchlicher Seite frühzeitig hingewiesen worden. Bereits 2005 gründete die Evangelische Kirche mit dem DGB, anderen Organisationen und Parteien den Dortmunder Arbeitskreis gegen Rechtsextremismus. Seit 2012 gibt es einen eigenen AK Christ*innen gegen Rechtsextremismus. Denn die neonazistische Ideologie, auch in ihrer modernisierten Form, ist mit dem christlichen Glauben unvereinbar.

Entscheidend ist, dem Ungeist mit langem Atem entgegenzutreten. Christ*innen sind Demokrat*innen, sie schauen nicht weg, sondern werden aktiv.

Rechtsextremismius ist seit Jahren ein Problem in Dortmund und in der Region. Nach der Zeit der "Borussenfront" setzte sich seit 2000 eine besondere Gruppe in Dortmund fest. Ihr Name: „Autonome Nationalisten". Im Jahr 2012 wurden sie vom Innenminister NRW gemeinsam mit der "Skinfront Dorstfeld" als gemeinsamer Verein namens „Nationaler Widerstand Dortmund“ (NWDO) eingestuft und verboten. Leider haben sie sich bald in der Auffangpartei „Die Rechte“ reorganisiert.

Außerdem wurden hier – was viele nicht wissen - in den Jahren 2000 - 2006 fünf Menschen Opfer von Rechtsextremisten. Der letzte war Mehmet Kubasik, in Dortmund ermordet vom NSU. 

Auf diese Entwicklung ist von einigen zivilgellschaftlichen Gruppen, unter ihnen die Evangelische Kirche, frühzeitig hingewiesen worden. Bereits 2005 gründete die Kirche mit dem DGB, anderen Organisationen und Parteien den Dortmunder Arbeitskreis gegen Rechtsextremismus. Im selben Jahr wurde erstmals ein Dossier zu den braunen Umtrieben veröffentlicht und Dortmund als "Knotenpunkt" der Neonazis identifiziert. Tenor "Die nächste braune Generation tritt an".

Aufgrund der sich manchmal schnell verändernden Situation sind schriftliche Informationen zur rechten Szene, die wir anbieten können, nicht immer ganz aktuell.

Arbeitskreis gegen Rechtsextremismus

Koordinierungsstelle der Stadt Dortmund

Unser Kreuz hat keine Haken!

Die Evangelische Kirche in Dortmund ist seit vielen Jahren gegen Rechtsextremismus aktiv. Denn in Dortmund sehen sich auch Kirchengemeinden, Christinnen und Christen unmittelbar mit dem Neonazismus konfrontiert.

Unter dem Motto: „Unser Kreuz hat keine Haken!“, wurde darum 2012 der Arbeitskreis Christ:innen gegen Rechtsextremismus gegründet. Der Arbeitskreis greift aktuelle Fragestellungen auf, vernetzt die Aktiven und startet Projekte für Zivilcourage. So wird das Thema innerhalb der Kirche verankert und nach außen ein Zeichen gesetzt, wofür Christ:innen stehen.

Mehr als 100 Menschen sind schon Mitglied, neun Kirchengemeinden unterstützen die Gruppe, aber auch katholische Christ:innen und andere nehmen regelmäßig teil. Informations- und Diskussionsveranstaltungen finden 3 - 4 Mal im Jahr statt, in der Regel öffentlich. Interessierte sind herzlich willkommen. Themen sind zum Beispiel die Geschichte des Rechtsextremismus in Dortmund, das NPD-Verbot oder eine Diskussion mit dem Polizeipräsidenten über Protestformen gegen Nazis.

Werden Sie Mitglied! Der AK ist offen, keine Verpflichtungen, kein Mitgliedsbeitrag. Wer sich anmeldet, erhält ein Starter-Kit. Unsere Überzeugung: Die Ideologie des Rechtsextremismus steht im direkten Widerspruch zum christlichen Glauben. Die Grundsatzerklärung finden Sie unten im Download.

Wenn Sie sich für unsere Arbeit interessieren, können Sie auch einen Jahresbericht herunterladen.

Der Koordinierungskreis leitet den Arbeitskreis, seine Mitglieder werden vom kreiskirchlichen Ausschuss für Gesellschaftliche Verantwortung berufen (s. u.).

Ein Bündnis aus der Mitte der Gesellschaft, dem heute viele Großorganisationen angehören, das ist der Dortmunder Arbeitskreis gegen Rechtsextremismus. Kirchen, Gewerkschaften, Parteien und Verbände bilden gemeinsam - trotz weltanschaulicher Unterschiede – ein Abbild der toleranten Dortmunder Zivilgesellschaft.

Die Evangelische Kirche ist engagierter Teil dieses wichtigen demokratischen Netzwerkes. Pfarrer Friedrich Stiller ist Mitgründer und seit Beginn einer der beiden Sprecher.

Durch sein entschlossenes, aber besonnenes Vorgehen genießt der Dortmunder Arbeitskreis gegen Rechtsextremismus starken Rückhalt in der Bürgerschaft. Immer wieder schließen sich Tausende Bürgerinnen und Bürger seinen Aufrufen zum kreativen und gewaltfreien Protest an, wie zuletzt 2016.

Informieren Sie sich ausführlich auf der Internetseite des Arbeitskreises gegen Rechtsextremismus. Dort auch Informationen zu Facebook und Twitter und zum Newsletter „KontraRE".

Zum Dortmunder Arbeitskreis gegen Rechtsextremismus

Zum Engagement gegen Rechtsextremismus gehört es auch, an das Grauen der NS-Zeit zu erinnern. Es gilt, Folgerungen zu ziehen aus dem weitgehenden Versagen der demokratischen Eliten, auch in der Evangelischen Kirche. Erinnerungskultur ist darum auch heute ein wichtiger Beitrag gegen Rechtsextremismus.

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