Evangelischer Kirchenkreis Dortmund

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01.01.2014

Wunder(n) inklusive

Wunder(n) inklusive mit und im Kirchenkreis Dortmund.
Foto: Martin Steffen

Evangelischer Kirchenkreis Dortmund

„Wunder gibt es immer wieder.“ Katja Ebstein sang das und ergänzte feinsinnig:“ Wenn sie dir begegnen, musst sie auch sehen.“ Über die Hälfte der Deutschen glaubt an Wunder, oder rechnet zumindest mit ihnen. Der Haken daran: Wunder wollen entdeckt und erlebt werden. Denn schnell können sie übersehen werden.

„Wunder(n) inklusive.“ Mit diesem Wortspiel  macht  die evangelische Kirche in Dortmund, Lünen und Selm auf Wunderbares und Wunderliches aufmerksam. Das reicht vom Wunder der Liebe durch jedes neugeborene Kind bis zum Wunder des Trostes am Grab. Andachten und Gottesdienste spüren dem Wunder des Glaubens nach.

Manchmal kann ein Wunder auch in einer Strukturreform entdeckt werden. Über so ein „kleines“ Wunder freuen sich die evangelischen Gemeinden zwischen Cappenberg und Barop. Sie haben sich entschlossen zu einem großen Kirchenkreis zusammenzuwachsen.

Am 1. Januar 2014  ist es so weit. Der neue Evangelische Kirchenkreis Dortmund wird „geboren“. Mit 216.217 Gemeindegliedern (Stand: 31.12.2013) wird er dann– mitgliedermäßig - der größte in der westfälischen Landeskirche sein. Durch ihre Strukturreform kann die evangelische Kirche gestärkt die vielfältigen Herausforderungen in der Region angehen. Oft genug gilt es, sich tüchtig zu wundern über Armut und Fremdenhass in unseren Städten und engagiert Lösungen anzugehen.

10.03.2014

Ev. Kirchenkreis Dortmund

"Aus 4 mach 1" - der Evangelische Kirchenkreis Dortmund ist Anfang 2014 aus den drei Dortmunder Kirchenkreisen und dem Kirchenkreis Lünen zusammengeführt worden.

Der Kirchenkreis Dortmund gehört zur Evangelischen Kirche von Westfalen. Aus jeder Gemeinde des Kirchenkreises werden Mitglieder in die Kreissynode - das ist das Parlament des Kirchenkreises - entsandt.

Der Kirchenkreis hat sich eine Satzung gegeben und wird vom Kreissynodalvorstand (KSV) geleitet. Im Auftrag des KSVs führt die Geschäftsführung die laufenden Geschäfte. Sie besteht aus der Superintendentin bzw. dem Superintendenten und der Leiterin bzw. dem Leiter des Kreiskirchenamtes.

Mit fast 200.000 Gemeindemitgliedern ist er der größte Kirchenkreis in Westfalen. Er umfasst 28 Gemeinden mit 88 Gemeindepfarrstellen und 28 Verbandspfarrstellen, außerdem 47 Pfarrerinnen und Pfarrer im Entsendungsdienst oder im Beschäftigungsauftrag.

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01.01.2014

Abschied und Neuanfang

Die ehemaligen Kirchenkreise in Dortmund und Lünen verabschiedeten sich mit feierlichen Gottesdiensten

„Nun ist es soweit, wir machen uns auf zum neuen Kirchenkreis Dortmund.“ Mit diesen Worten begrüßte Pfarrerin Marit Günther am 29. Dezember die Gottesdienstgemeinde in der Großen Kirche Aplerbeck.

Der ehemalige Kirchenkreis Dortmund-Süd feierte mit einem Gottesdienst seinen Abschied. Zelotes Edmund Toliver und der Posaunenchor der Georgs-Kirchengemeinde begleiteten ihn musikalisch. Der alte Kirchenkreis sei zwar, so der ehemalige Synodalassessor Michael Nitzke in seiner Predigt, „in der Zeit, in der wir ihn hatten, uns ans Herz gewachsen.“

Doch was nun komme, sei lediglich eine Veränderung in der kirchlichen Leitungsstruktur. Ob Kirchenkreis Dortmund-Süd oder Kirchenkreis Dortmund – „welcher Name auf dem Klingelschild steht, ist gleichgültig.“ Die Hauptsache sei, „dass die Türen offen stehen“. „Wir können“, so Nitzke über den früheren Kirchenkreis Süd, „ein bestelltes Haus in die Vereinigung übergeben.“

Bereits drei Tage zuvor, am zweiten Weihnachtstag, hatten sich die Lünener mit einem festlichen Kantatengottesdienst in der Stadtkirche St. Georg von ihrem ehemaligen Kirchenkreis verabschiedet. Die Kantorei, ein Projektchor und das Ensemble St. Georg führten das „Gloria“ von Antonio Vivaldi auf. Nach dem Gloria folge, so der frühere Superintendent Winfried Moselewski in seiner Predigt, ein „geradezu wehmütiges ´et in terra pax´“.

Doch Friede, so Moselewski weiter, brauche ein Recht, das die Schwachen schütze. Deshalb sei der Friede bei uns zerbrechlich. „Denn die Schwere zwischen denen auf der Sonnenseite und denen auf der Schattenseite will sich nicht schließen lassen.“ Auch dem neuen Kirchenkreis Dortmund sei der Friede, der den Schwachen eine Chance gebe und ihre Würde und ihr Recht schütze, ein Anliegen.

Ein „Abschiedsabend“ sei es, so der Superintendent des neuen Evangelischen Kirchenkreises Dortmund, Ulf Schlüter, beim Empfang nach dem Gottesdienst im Gemeindesaal St. Georg. Ein Abschied mit einem Neubeginn. Der alte Kirchenkreis Lünen, in dem er selbst die Hälfte seines Lebens verbracht habe, „wird nicht einfach aufhören zu existieren.“

Den neuen Kirchenkreis würde es nicht irgendwo auf einem eigenen Planeten geben. „Der neue Kirchenkreis sind wir alle“, so Schlüter. Bewusst würde dessen Leitungsgremium, der Kreissynodalvorstand, im Januar zu seiner ersten Sitzung in Lünen zusammenkommen. „Der menschenfreundliche Gott will nicht in irgendeinem Kirchenkreis wohnen, sondern bei den Menschen.“

Schon vor Weihnachten, am vierten Advent, hatte der ehemalige Kirchenkreis Dortmund-West seinen Abschied in einem Gottesdienst gefeiert. An dessen Ende verpackte der alte Kirchenkreis seine Schätze in eine Kiste. „Es hat in unserer Vergangenheit vieles Gutes gegeben“, erinnerte der frühere Superintendent Michael Stache. Die Kiste werde nicht vergraben, sondern offen in den Kirchenkreis Dortmund gehen, versprach er. „Unsere Schätze wollen wir bewusst weitergeben an den neuen Kirchenkreis“.

In die Kiste kam ein Notenschlüssel, ein Diakoniekreuz, ein Holzstück für die Holzwerkstatt. Fürs Strukturmodell kamen die Konzeption, Protokolle und das Siegel dazu. Plakate für Evas Sonntag und den Frauen- und Mädchentag. Außerdem das Banner zur Dekade gegen Gewalt und ein Aufkleber „Nächstenliebe verlangt Klarheit“ für die Projekte gegen Rechtsextremismus.

Als erster der früheren vier Kirchenkreise hatte sich Mitte Dezember der ehemalige Kirchenkreis Dortmund Mitte-Nordost verabschiedet.

In allen Gottesdiensten ging der Dank an die Mitglieder des Kreissynodalvorstandes, die Superintendenten bzw. den Synodalassessor und alle Mitarbeitenden.

01.01.2014

Bilder aus den Abschiedsgottesdiensten

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31.12.2013

Viel bewegt

Evangelische Kirche in Dortmund, Lünen und Selm

Wir schreiben das Jahr 1886. Damals starteten die Gemeinden St. Marien und St. Reinoldi den Versuch einer Vereinigung der evangelischen Kirchengemeinden. Diese Initiative scheiterte genauso wie eine weitere etwa 20 Jahre später.

Der Weg zum Zusammenschluss blieb steinig auch als 1928 der Entwurf einer Verbandssatzung von Vertretern der Gemeinden angenommen worden war. Denn der zuständige Minister verweigerte die nötige staatliche Genehmigung.

Erst im April 1942 entstand der Gesamtverband evangelischer Kirchengemeinden des Kirchenkreises Dortmund, zu dem auch Lünen gehörte. Im September 1952 tagte zum ersten Mal die Verbandsvertretung des Gesamtverbandes in Lünen.

1957 hatte der Kirchenkreis 452.000 Gemeindemitglieder in 57 Kirchengemeinden mit 105 Gemeindepfarrstellen und fünf Kreispfarrstellen. Der Kirchenkreis Dortmund profitierte vom Wirtschaftswunder, errichtete mehr Stellen, Kirchen und Gemeindehäuser. Er wurde zum stärksten Kirchenkreis der Westfälischen Landeskirche.

Weil man mit weiter steigenden Gemeindegliederzahlen rechnete, wurde 1960 der eine Kirchenkreis geteilt, fünf neue Kirchenkreise gebildet und gleichzeitig die Finanzhoheit dem Verband übertragen.

„Viel bewegt“ hätte die Evangelische Kirche so der scheidende VKK-Vorstandsvorsitzende Paul-Gerhard Stamm rückblickend auf die letzten Jahre und Jahrzehnte. Die Evangelische Kirche sei „immer Kirche für andere“ gewesen „und wird es hoffentlich bleiben.“ Das Engagement für die Obdachlosen und den Kampf gegen den Abriss von Bergarbeitersiedlungen führte er als einige Beispiele an.

„Ein Markenzeichen unserer Kirche in Dortmund und Lünen ist dieses Engagement in gesellschaftspolitischen Fragen, das sich Einmischen, Mitreden und Mittun.“ Die Themen „Armut, Kampf gegen Rechts, gegen Atomkraft und für den Frieden“ würden sich „wie ein roter Faden durch die vielen Jahre unseres Verbandes“ ziehen.

Nach 54 Jahren bilden die Kirchenkreise jetzt wieder den einen Evangelischen Kirchenkreis Dortmund. Er wird 220.000 Gemeindeglieder in 29 Gemeinden mit 88 Gemeindepfarrstellen und 28 Verbandspfarrstellen umfassen. Hinzu kommen 47 Pfarrerinnen und Pfarrer im Entsendungsdienst oder im Beschäftigungsauftrag.

„Ich bin davon überzeugt, dass die Gründung des neuen Kirchenkreises jetzt gut und richtig ist“, so Stamm. „Vieles wird hoffentlich anders. Wir wachsen zusammen, um Gottes Wort zu verkünden und zu leben. Wir wachsen zusammen, um für die Menschen da zu sein: Für die, die an den Rändern der Gesellschaft und die, die mitten drin sind.“

Der neue Superintendent und der Kreissynodalvorstand wurden am 12. Oktober 2013 gewählt und werden in einem Gottesdienst am 19. Januar 2014 in St. Reinoldi in ihre Ämter eingeführt.

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