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24.02.2021

Umzug nach drei wunderbaren Jahren

Internationales Volunteershouse verabschiedet sich aus der Wickeder Meylantstraße

Vor drei Jahren, im April 2018, bezog Gentille Mironde Neema aus der Demokratischen Republik Kongo als erste Süd-Nord Freiwillige das Internationale Volunteershouse in der Meylantstraße in Dortmund-Wickede. 13 junge Menschen haben seitdem in dem Haus gelebt und sich im Kirchenkreis Dortmund engagiert – zuletzt Carol Naidu aus Indien, Jenny Kolbus aus Deutschland und Abdoulaye Senghor aus dem Senegal.

Jetzt verlässt das Volunteershouse den Stadtteil Wickede und bezieht sein neues Quartier in Innenstadtnähe, im ehemaligen Pfarrhaus an der Heliand-Kirche in der Oberen Brinkstraße.

In den vergangen drei Jahren hat das Internationale Volunteershouse an seinem Standort in Dortmund-Wickede viel erlebt: Das ehemalige Pfarrhaus in der Meylantstraße verfügte neben vielen Zimmern und einem großen Wohn- und Gemeinschaftsraum auch über einen großen Garten, den die Volunteers zusammen mit einer Gruppe ehrenamtlich engagierter Menschen bearbeiteten.

Im Vorgarten gab es seit Sommer 2019 einen Gemeinschaftsgarten in Kooperation mit „Lokal Willkommen“. Das Dortmunder Integrationsnetzwerk finanzierte den Bau von Gartenmöbeln und Hochbeeten und brachte geflüchtete Menschen und die Internationalen Volunteers in Kontakt mit Gemeinde und Nachbarschaft.

Wenn das Dortmunder Ökumene-Projekt jetzt umzieht, dann geschieht das mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Die Volunteers selbst haben auf ihrem Blog viel über ihre Erfahrungen in und mit dem Haus in Wickede geschrieben. „Das Haus kann umziehen, aber das Herz bleibt“, schreibt Dika aus Indonesien auf dem Blog der Gruppe. „Das Haus wurde mein ‚sicherer Ort‘, als ich in Deutschland lebte.“ Und Gentille aus der Demokratischen Republik Kongo, die erste Bewohnerin des Hauses, schreibt: „Das Glück, das mir dieses Haus gegeben hat, wird bis in die Unendlichkeit in meinem Herzen bleiben.“

Aber auch auf die langen Fahrtwege von den Einsatzstellen in der Dortmunder Innenstadt, in der Nordstadt oder in Eichlinghofen haben die Volunteers und ihre Begleiter*innen immer wieder hingewiesen. Mit Öffentlichen Verkehrsmitteln waren die jungen Leute oft täglich zwei Stunden und mehr unterwegs, und insbesondere bei Abendveranstaltungen in den Einsatzstellen oder in der Innenstadt mussten sie oft früher aufbrechen, um noch den letzten Bus zu erreichen.

Auch für viele Dortmunder*innen war der Standort in Dortmund-Wickede zu weit entfernt für einen regelmäßigen Besuch. Nach nunmehr drei Jahren fiel daher die Entscheidung, den Standort in Dortmund-Wickede zu verlassen und das Volunteersprojekt in dem alten Heliand-Pfarrhaus in der Evangelischen Kirchengemeinde St. Reinoldi fortzuführen.

In einigen ‚Abschiedsbriefen‘ haben die ehemaligen Volunteers von der fröhlichen Atmosphäre und dem guten Geist des Hauses an der Meylantstraße berichtet. Sie sind dankbar für die Gastfreundschaft in der Kirchengemeinde Wickede und hoffen, dass der gute Geist des Hauses mit umzieht und die neuen internationalen Volunteers willkommen heißt.

Vier junge Menschen warten seit März 2020 auf ihre Einreise nach Deutschland. Nun ist es hoffentlich bald so weit, und Esperance Mirindi und Georges Kaseraka aus der Demokratischen Republik Kongo sowie Adelia Putri und Louis Purba aus Indonesien sollen Ende März dieses Jahres einreisen und das Volunteershouse wieder beleben. Dann am neuen Standort in der Oberen Brinkstraße.

Foto: privat
„Das Herz bleibt“ - Dika Yeremia Mahendra aus Indonesien lebte zusammen mit anderen internationalen Freiwilligen ein Jahr lang im Volunteershouse.
Foto: privat