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09.11.2021

Dortmunder*innen beim Weltkirchenrat

Westfälische Studienfahrt zum Bossey-Institut in Genf

Auch Vertreterinnen und Vertreter aus dem Evangelischen Kirchenkreis Dortmund waren dabei, als eine Gruppe von Mitgliedern der Westfälischen, Rheinischen, Reformierten und Hannoverschen Kirche in diesem Herbst das Ökumenische Institut des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) in Bossey bei Genf besuchten.

Geplant war die Fahrt, die insbesondere Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus dem kirchlichen Umfeld zur Teilnahme eingeladen hatte, schon ein Jahr zuvor. Sie sollte der inhaltlichen Vorbereitung für die 11. Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen dienen, zu der mehr als 3000 Gäste aus aller Welt in Karlsruhe erwartet werden. Doch wie die Vollversammlung, die für dieses Jahr geplant war und nun voraussichtlich im August/September 2022 stattfinden wird, musste auch die Studienfahrt um ein Jahr verschoben werden. Die Corona-Pandemie hatte beides zu den ursprünglich geplanten Terminen unmöglich gemacht.

Im westfälischen Team mit in Bossey dabei waren vonseiten des Dortmunder Kirchenkreises Ursel Rudolph aus Lünen (Vorsitzende der Salford Partnerschaft), Matthias Westerholt (Pfarrer der ESG in Dortmund), Barbara Matt (StartUp Studio 41) sowie Carolin Daubertshäuser und Dirk Loose vom Referat Ökumene.

In der Genfer Zentrale des Weltkirchenrats und dem Ökumenischen Institut erhielten sie zahlreiche inhaltliche Impulse für die weltweite ökumenische Arbeit. Dabei konnten sie sich darauf vorbereiten, im kommenden Jahr selbst eine Gruppe zur Tagung des Ökumenischen Rats der Kirchen zu begleiten, die erstmals in Deutschland stattfinden wird.

„Ein besonderes Highlight waren für uns die Vorträge zu Geschlechter- und Generationengerechtigkeit sowie zu Rassismus“, berichtet Christina Biere, Regionalpfarrerin im Amt für MÖWe (Mission, Ökumene und Weltverantwortung) der Evangelischen Kirchen von Westfalen, das gemeinsam mit dem Ökumene-Referat des Evangelischen Kirchenkreises Dortmund zu der Studienfahrt eingeladen hatte. „Es ist sehr ermutigend zu sehen, wie selbstverständlich diese Fragen Teil der theologischen Reflexion in der ökumenischen Bewegung sind“, so Biere.

„Die Präsenz der Gruppe der Westfälischen Kirche zur ÖRK-Arbeit im Vorfeld der Vollversammlung ist als Brückenbauer für die Ortskirchen und auch generationenübergreifend von strategischer Bedeutung“, so Kuzipa Nalwamba, Professorin für Ökumenische Sozialethik am Ökumenischen Institut und ÖRK-Programmleiterin für Ökumenisch-Theologische Bildung.

Für die Gruppe aus Westfalen brachten Austausch und Fortbildung in Bossey Einblicke und Hinweise auf unterschiedliche Aspekte des ökumenischen Miteinanders, etwa formale Hürden und Reisebeschränkungen. Regionalpfarrerin Christina Biere: „Wir haben viel über die Vorbereitungen der Vollversammlung des ÖRK nächstes Jahr in Deutschland gehört und sind darauf aufmerksam gemacht worden, was wir als Deutsche oft viel zu wenig wahrnehmen: die Visa- und Einreisebeschränkungen für Menschen aus anderen Ländern, die in unser Land einreisen möchten, werden von vielen unserer Partnerkirchen als sehr diskriminierend wahrgenommen.“

Foto: ÖRK
Die Studienfahrt nach Bossey brachte der Gruppe zahlreiche Impulse für das ökumenische Miteinander.
Foto: Ökumenischer Rat der Kirchen