Ökumenische Spendenprojekte 2018

Der Evangelische Kirchenkreis Dortmund unterstützt ökumenische Projekte weltweit - auch finanziell. Über den Ausschuss Ökumene des Kirchenkreises wird jährlich beraten, welche Projekte finanzielle Zuwendungen erhalten.
Darüber hinaus möchten wir für das Jahr 2018 gerne die folgenden sieben Projekte in Dortmund, Europa und weltweit unterstützen. Hierfür freuen wir uns auf Kollekten der Gemeinden aus Gottesdiensten und von Gemeindefesten ebenso wie auf Spenden im Rahmen von Geburtstagsfeiern oder als Einzelspenden.

Spendenprojekt

Wir erbeten Kollekte und Spenden für internationale Studierende in Dortmund, die bei der Evangelischen Studierendengemeinde (ESG) in Dortmund Hilfe suchen. Die ESG ist regelmäßig Anlaufstelle für Studierende aus dem Globalen Süden, die in sozialen und finanziellen Notlagen beraten und unterstützt werden. Diese Studierenden sind sogenannte „Free Mover“. Sie erhalten keine Stipendien durch ihren Staat oder eine Stiftung. Gemeinsam mit der ganzen Familie tragen sie die Kosten des Studienaufenthaltes in Dortmund.

Es kommt aber immer wieder vor, dass sie unverschuldet in finanzielle Notlagen geraten: manchmal kommt das Geld aus ihrem Heimatland nicht mehr, da Mutter oder Vater erkrankt oder selbst in wirtschaftliche Not geraten sind. Der Devisenverfall, wie zuletzt durch die weltweite Finanzkrise geschehen, „pulverisiert“ den Finanzierungsplan für Tochter oder Sohn. Manchmal fällt auch unerwartet eine Nebentätigkeit weg, sodass ein finanzieller Engpass entsteht, da die meisten Studierenden neben ihrem Studium arbeiten müssen. Manchmal erkranken die Studierenden, weil sie sich dem Druck der Familie, der Hochschule und dem Alltag in Deutschland nicht mehr gewachsen fühlen.

Hier versucht die ESG zu helfen. Im Jahr kommen etwa 200 Rat- und Hilfesuchende in die Ev. Studierendengemeinde Dortmund. Insgesamt studieren an TU und FH Dortmund ca. 4.100 ausländische Studierende aus Asien, Afrika, Lateinamerika und Osteuropa, für die die ESG zuständig ist.

Verwendungszweck (bitte unbedingt angeben): 0050.52.5490.03 Beratung intern. Studierender

Spendenprojekt

Wir erbeten Kollekte und Spenden für die Volksgruppe der Lumad auf den Philippinen. Das Land, auf dem die Lumad leben, ist reich an Bodenschätzen. Es gibt große Vorkommen an Gold, Kupfer, Aluminium und vielen anderen wertvollen Rohstoffen. Nationale Bergbauunternehmen erhalten Konzessionen, um Bodenschätze abzubauen. Die Menschen sind gegen den Landraub und die Vertreibung nahezu machtlos. Sie können von den wertvollen Rohstoffen in ihrem Land nicht profitieren Viele von ihnen sind gezwungen, ihre Heimat zu verlassen. Die UCCP kümmert sich derzeit um eine Gruppe von 668 Menschen, die vor para-militärische Gruppen und staatlichen Sicherheitskräften von ihrem Land vertrieben wurden und nun auf dem Gelände der Kirche in Davao Zuflucht suchen. Die UCCP betreut diese Menschen mit verschiedenen Programmen, um ihnen eine Perspektive zu geben. Viele von ihnen, insbesondere Kinder, sind traumatisiert. Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter der Kirche unterstützen sie mit kindgerechten Spielangeboten, Schülerinnen und Schüler erhalten Schulbücher und Hefte und können zur Schule gehen. Bäuerinnen und Bauern haben die Möglichkeit an Trainings zu nachhaltigem Landbau teilzunehmen.

Spendenzweck (bitte unbedingt angeben): 0050.52.5490.04 Unterstützung der Lumad Bevölkerung

Spendenprojekt

Wir erbeten Kollekte und Spenden für die Arbeit der Ekumenska humanitarna organizacija (EHO) in Novi Sad, einer der Partnerstädte Dortmunds. EHO wird von fünf Kirchen in Serbien getragen und hat seit mehr als zwanzig Jahren Erfahrung bei der humanitären Hilfe.

Gegenwärtig versorgt die EHO in einem Flüchtlingslager in der Stadt Subotica an der serbisch-ungarischen Grenze. Nachdem Ungarn und auch Kroatien seine Grenzen geschlossen haben, „stranden“ immer mehr Geflüchtete in Serbien, so etwa in Novi Sad, auf der Flucht vor Krieg, vor Gewalt, vor wirtschaftlichen Nöten in ihren Heimat- und Herkunftsländern. Die EHO betreut in Subotica geflüchtete Menschen in einem der staatlichen „Transit- und Empfangszentren“ und bietet dort insbesondere humanitäre Hilfe für die dort lebenden Kinder an.

Verwendungszweck (bitte unbedingt angeben): 0050.52.5490.07 Hum. Hilfe für Flüchtlinge

Spendenprojekt

Wir erbeten Kollekte und Spenden für die Arbeit von SÜDWIND: das SÜDWIND-Institut für Ökonomie und Ökumene ist ein gemeinnütziger Verein, der an der Vision wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Gerechtigkeit weltweit mitarbeitet. SÜDWIND forscht und handelt für gerechte Wirtschaftsbeziehungen. Dabei sind die Erfahrungen der Armen und ihre Anliegen für die Arbeit von Südwind richtungweisend. Das Institut setzt sich gegen die Benachteiligung von Frauen ein, deckt ungerechte Strukturen auf, macht sie bewusst und verändert sie.

Für das Jahr 2018 hat SÜDWIND Forschungen insbesondere zu dem Thema „Migration, Entwicklung und Flucht“ vorgesehen und wird sich mit den Wirkungen von Rücküberweisungen hier lebender Migrant*innen in ihre Heimatländer befassen. Darüber hinaus wird sich Südwind weiterhin im Rahmen der Recherchen zur globalen Wertschöpfungskette intensiv mit den Themen Schuh- und Lederproduktion, Kautschuk, Mobiltelefone und dem Thema Kakao beschäftigen.

Darüber hinaus wird SÜDWIND nicht aufhören. Die Achtung grundlegender Arbeits- und Menschenrechte bei Verantwortlichen aus Politik und Unternehmen anzumahnen und sich für gesetzliche Regelungen einzusetzen.

Verwendungszweck (bitte unbedingt angeben): 0050.52.5490.09 Südwind

Spendenprojekt

Wir erbeten Kollekte und Spenden für die Volksgruppe der San in Botswana. Die San sind die eigentlichen Ureinwohnerinnen und Ureinwohner des südlichen Afrikas und wohl die älteste, noch lebende Spezies des Homo Sapiens. Die Geschichte der San ist eine Geschichte von Vertreibung und Verdrängung. Heute leben nur noch etwa 50.000 San im gesamten südlichen Afrika. Sie sind zwar mittlerweile staatlich anerkannt, werden aber oft in unwirtliche Steppen- und Bergregionen zurückgedrängt.

Viele San Kinder sind heute nur unzureichend in Vorschulen und Schulen integriert – die Evangelisch-lutherische Kirche in Botswana (ELCB) bildet Lehrerinnen und Lehrer aus, die die San Sprache sprechen und die San Kultur kennen, um den San Kinder Vorschulbildung vermitteln zu können, damit diese dann in weiterführende staatliche Schulbildung integriert werden können. Begonnen wurde bereits mit mehrmonatigen Ausbildungskursen für die zukünftigen Leiter*innen von Spiel- und Fördergruppen für die San Kinder. Für weitere Schulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen bis 2010 sucht die ELCB die enge Zusammenarbeit mit der Universität in Gaborone und dem Kultusministerium des Landes.

Verwendungszweck (bitte unbedingt angeben): 0050.52.5490.05 Kirchl. Bildungsprogramm benacht. Kinder


Spendenprojekt

Wir erbeten Kollekte und Spenden für die Arbeit der Kaluli Development Foundation in Sambia. Seit vielen Jahren unterstützt die Gossner Mission schwerpunktmäßig Projekte zur Frauen- und Mädchenförderung in Sambia.

Mädchen in Sambia werden oftmals aus finanziellen Gründen von ihren Familien vorzeitig aus der Schule herausgenommen. Sie werden in der heimischen Feldarbeit eingesetzt oder früh verheiratet. Etliche Mädchen verlassen die Schule, weil sie - noch Teenager - schwanger werden. Als jungen Müttern fällt es ihnen dann schwer, wieder in den Schulalltag zurückzufinden. Oft hat die Tatsache, dass ein Mädchen aus der Altersgruppe ein Kind bekommt, gar eine fatale Sogwirkung auf andere Mädchen, die das Muttersein als Ausweis des Erwachsenseins betrachten. Nicht wenige Mädchen werden aber auch ungewollt schwanger durch Wanderarbeiter (Fischer vom nahegelegenen Kariba-Stausee oder Bergleute aus den zahlreichen umliegenden Kohleminen).

Die Organisation KDF hat es sich zur Aufgabe gesetzt, zum einen diesen Mädchen nachzugehen, Kontakt zu den Familien aufzunehmen und Überzeugungsarbeit zu leisten, dass die Mädchen ihren Schulabschluss machen sollten, um später im Leben bessere Chancen zu haben. Im Zentrum des Projekts steht aber die vorbeugende Aufklärungsarbeit im Bereich der Geschlechtergleichstellung in Schulen im Einzugsgebiet von KDF. Dies geschieht über die Fortbildung von Lehrerinnen zu sog. Child Core Guardians, über die Bildung von Schülergruppen zu sog. Youth Peer Educators (als Multiplikator*innen), sowie über Aktionen und Workshops an den Schulen mit dem Ziel, Mädchen zu stärken, Rollenverständnisse zu hinterfragen, Kinderrechte zu propagieren und nicht zuletzt auch über allgemeine Sexualaufklärung. Mit Aktionstagen und Theater- und Dramagruppen wird Kontakt zu den Mädchen aufgenommen und mit ihnen gemeinsam gearbeitet. Einbezogen ist erstmals auch die Erstellung und Sendung von Radioprogrammen mit einschlägigen Botschaften zum Thema in einem lokalen Sender.

Verwendungszweck (bitte unbedingt angeben): 0050.52.5490.06 Mädchenförderung an Schulen

 

Spendenprojekt

Wir erbeten Kollekte und Spenden für die Arbeit von Dar el Kalima in Bethelhem. Die Lebensbedingungen in Bethlehem sind äußerst schwierig und zermürbend: die Stadt ist von einer 9 Meter hohen Mauer umgeben, die die Bewegungsfreiheit der Menschen sehr beschneidet. Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung, Bildungsarmut und Arbeitslosigkeit prägen das Bild. Besonders Bildungsarmut macht Horizonte eng und bereitet einen Nährboden für Intoleranz, Hass oder gar Gewalt. Mehr als 50% der dortigen Bevölkerung ist unter 18 Jahre. Viele der jungen Menschen sind ohne Ausbildung und Arbeit. Sie brauchen eine Lebensperspektive. Dafür ist eine Ausbildung, die den sozialen und ökonomischen Bedürfnissen des Landes entspricht, die beste Voraussetzung. Im Jahre 2006 wurde daher das Dar al-Kalima University College of Arts & Culture in Bethlehem gegründet, dessen Präsident Pfarrer Dr. Mitri Raheb ist. Das umfangreiche Bildungsangebot erstreckt sich von einer kunsthandwerklichen Berufsschule bis zur Hochschule mit Bachelor-Abschlüssen in den Darstellenden und Bildenden Künsten, in Musik, sowie im Tourismusbereich. Neben dem reinen Wissen werden sowohl Werte und Demokratieverständnis vermittelt, als auch Grundlagen für den Aufbau einer Zivilgesellschaft. Die 500 Studierenden kommen aus Bethlehem, den umliegenden Dörfern und aus Flüchtlingslagern, 60 % von ihnen sind muslimsichen Glaubens, 40 % sind christlichen Glaubens. Ein Großteil der Absolvent*innen von Dar al Kalima finden einen Arbeitsplatz oder gründen eine eigene Existenz.

Spendenzweck (bitte unbedingt angeben):  0050.52.5490.08 Ausbildungseinrichtung Dar el Kalima


 

Spendenkonto

Evangelischer Kirchenkreis Dortmund
Sparkasse Dortmund
IBAN DE33 4405 0199 0001 0611 00
BIC DORTDE33XXX

Bitte geben Sie bei Ihrer Spende für die Ökumenischen Projekte unbedingt auch den aufgeführten Verwendungszweck an. Gerne können auch Spendenquittungen ausgestellt werden. Geben Sie hierzu bitte Ihre Adresse an.