Elisabeth Schmitz ...

Solidarisch mit den Juden - kritisch mit der Kirche (Vortrag)

Elisabeth Schmitz (1893-1977) ist eine Berliner Studienrätin, die in der Zeit des Nationalsozialismus die Bekennende Kirche zur Solidarität mit den Juden ermahnte. Lang Zeit spielte sie bei der Rezeption des christlichen Widerstands gegen die Nationalsozialisten keine Rolle. Seit der Jahrtausendwende ist aber bekannt, dass sie nicht nur bedeutende Briefe an die Kirchenmänner Karl Barth und Helmut Gollwitzer geschrieben hat, sondern auch die Verfasserin der Denkschrift „Zur Lage der deutschen Nichtarier“ von 1935/1936 ist. Diese gilt heute vielen als das bedeutendste Dokument des Protests gegen die Judenverfolgung im „Dritten Reich“ auf evangelischer Seite. Auch ihre persönlichen Konsequenzen, Juden Asyl zu gewähren und nach der Reichspogromnacht den Schuldienst zu quittieren, sind außergewöhnlich.

Sibylle Biermann-Rau, porträtiert das Leben und Wirken von Elisabeth Schmitz und stellt es in den historischen Zusammenhang. In den Vortag fließen ihre Gespräche mit Pfarrerin i.R. Dietgard Meyer ein. Als ehemalige Schülerin und spätere Freundin von Schmitz ist sie eine Zeitzeugin.

Referentin: Sybille Biermann-Rau, Tübingen

Gemeinsame Veranstaltung mit der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, VHS, Auslandsgesellschaft.de e.V.,  Ev. Stadtkirche St. Petri,  Ev. Bildungswerk Dortmund, Ev. Akademie Villigst, Gleichstellungsbüro der Stadt Dortmund, Mahn- und Gedenkstätte Steinwache e. V. 


Eine  Anmeldung ist nicht erforderlich.

Termin 19.11.2019
19:00 Uhr
Ort
Reinoldinum
Schwanenwall 34
44135 Dortmund
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