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08.04.2019

Fortbildungstag für 250 Mitarbeitende der Offenen Ganztagsschule

Praxistag zum Thema "Konflikte meistern" im Reinoldinum.

Volles Haus im Reinoldinum am Schwanenwall. Eingeladen zu einem Praxistag hatte der Evangelische Kirchenkreis seine Mitarbeitende aus den Offenen Ganztagsschulen (OGS). Gekommen zur Fortbildung waren 250 Pädagoginnen und Pädagogen. Einen „lebendigen und paxisnahen Vortrag“ und einen „wunderbaren Vormittag“ hatten Angela Wolf und Merle Schütte, die Veranstalterinnen, bei der Begrüßung versprochen.

Rudi Rohde, Sozialwissenschatler, Schauspieler und Kommunikationstrainer, zeigte in einem informativen, amüsanten und szenischem Vortrag, wie man standhaft und konsequent, aber auch respektvoll und wertschätzend, Konfliktsituationen mit Kindern erfolgreich meistert. Dabei ging es um Stimme und Körpersprache, Deeskalation und konsequentem Handeln.

Vor drei Jahren hatte der Kirchenkreis in seinen Offenen Ganztagsschulen eine Umfrage zur Gesundheitsbelastung gestartet. Lärm und hoher Geräuschpegel standen auf der Hitliste ganz weit oben, gefolgt von „der zunehmenden Zahl betreuungsintensiver Kinder“, so Pfarrer Jochen Schade-Homann bei seiner Begrüßung. Schade-Homann ist zuständiger Fachbereichsleiter für die OGS im Kirchenkreis. Die Veranstalter hatten mit dem Thema des  Fortbildungstages „Wenn Nervensägen an den Nerven sägen“ folglich ins Schwarze getroffen.

100 leichte Regelverstöße würde es laut einer Umfrage pro Schulstunde geben, so Rohde. Wie reagiert man darauf am besten? Wie begegnet man den Durchsetzungsstrategien von Kindern, die die ganze Klaviatur von Wutanfällen und Schreien bis Leidensmiene und Tränen spielen? „Kinder wollen drei Dinge von uns“, erläuterte Rohde: Wertschätzung, Fairness und Durchsetzungsstärke. „Als OGS-Kraft muss man die ganze Bandbreite drauf haben.“

Der Evangelische Kirchenkreis ist Träger von 32 Offenen Ganztagsschulen. Hier kümmern sich 378 Mitarbeitende um rund 4.000 Kinder.

Foto: Stephan Schütze
Referent Rudi Rohde zusammen mit Katrin Köster, Merle Schütte, Pfarrer Jochen Schade-Homann und Angela Wolf vom Evangelischen Kirchenkreis. Foto: Stephan Schütze