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21.09.2021

Vom Suchen und Sich-Finden-Lassen

Das neue Lüner Statt.Kloster bietet spirituelle Wege an

Viele Menschen sind auf der Suche – nach sich selbst, nach einer Wahrheit, die das eigene Leben trägt, nach Gott. In Lünen sollen Suchende in Zukunft einen Ort finden, in dem sie sich in Gemeinschaft mit anderen dieser Wahrheit nähern und mithilfe von besonderen Formen der Spiritualität ihren geistlichen Weg finden.

Mitten in der Stadt, an der Stadtkirche St. Georg, entsteht ein spirituelles Zentrum – das Statt.Kloster. Noch sind zwar die Umbauarbeiten am Gemeindehaus nicht so weit gediehen, wie ursprünglich geplant. Zahlreiche Gewerke können nur verzögert weiterbauen, weil sie aktuell bei Hochwasserschäden eingesetzt sind. Aber davon lassen sich die Initiator*innen des Statt.Klosters nicht abschrecken. Wie vorgesehen laden sie ein zur Auftaktveranstaltung des neuen Zentrums am 24. und 25. September.

Start in der Stadtkirche St. Georg

Ort der beiden geistlichen Tage sind daher nicht die neuen Meditations- und Tagungsräume, sondern die Stadtkirche selbst. Es beginnt mit einem Vortrag zur Ikonen-Meditation am Freitagabend. Am Samstag folgen weiterführende Workshops. Themen sind neben der Beschäftigung mit Ikonen Schriftmeditation, Achtsamkeit und Herzensgebet.

Kontemplative christliche Formen wie das Herzensgebet nehmen einen breiten Raum im Angebot des Statt.Klosters ein. Und das ist rund um St. Georg nicht neu. Anja Bunkus und Udo Kytzia, Pfarrer*innen an der Lüner Stadtkirche, befassen sich seit langem mit solchen spirituellen Angeboten und haben entsprechende, mehrjährige Fortbildungen absolviert. Und auch Mit-Initiator Olaf Kaiser und der Referent der ersten Veranstaltungen Henning Disselhoff, beide ebenfalls Pfarrer, sind ausgewiesene Fachleute in dieser Form der geistlichen Begleitung.

Elemente der Stille sind wichtig

Schon seit geraumer Zeit treffen sich in St. Georg regelmäßig Interessierte und Suchende. Immer mittwochs am Morgen und am Donnerstagabend widmen sich Mitglieder der Gruppentreffs gemeinsam kontemplativen Übungen wie dem Herzensgebet. Auch Momente der Körperarbeit haben dabei ihren Platz. Und immer sind Elemente der Stille von großer Wichtigkeit.

Schweigen werde oft sehr ambivalent aufgenommen, berichten die Pfarrer*innen von ihren Erfahrungen. Wer sich auf die eigene spirituelle Reise begeben möchte, muss sich darauf einlassen. Das aber, so sagt Udo Kytzia, falle vielen Menschen schwer. Ihm und seinen Mit-Akteur*innen schwebt auch ein Konvent vor, eine geistliche Gemeinschaft, die sich in Lünen über die Zeit zusammenfindet und miteinander weitere Schritte der Spiritualität entwickelt.

Oasen-Tage und Seminare sind in der Planung

Für die Zukunft plant das Statt.Kloster-Team neben den kontinuierlichen Angeboten auch Seminare und Oasen-Tage, etwa zu den Themen Ruhe und Stille, zu Meditationstechniken anderer Kulturen wie Qi Gong oder zu speziell gesetzten Themen, ‚Zur Quelle finden‘ etwa, zu meditativen Schriftbetrachtungen aus der Bibel oder auch mit Pilgerelementen.

Leider, sagen die Pfarrer*innen, gebe es im Zentrum keine Übernachtungsmöglichkeit für externe Gäste, die zu Ruhe und Kontemplation ins Statt.Kloster kommen. Doch dass sie mit ihrem besonderen Angebot auch weit über Lünen hinaus zielen, darüber sind sie sich bewusst.

„Es geht um Selbstfindung und um Gottfindung“, sagen die Anja Bunkus, Udo Kytzia, Olaf Kaiser und Henning Disselhoff. Sie wollen gerne viele Menschen auf der Suche begleiten. Noch sind Plätze für die Auftaktveranstaltung frei.

Das Programm des Statt.Klosters ist zu finden auf der Internetseite der Gemeinde

Auftakt zum Statt.Kloster

  • Start des neuen Angebots
    • Freitag 24.9., 19-21 und
    • Samstag, 25.9., 10-16 Uhr
    Ev. Stadtkirche St. Georg
    St.-Georg-Kirchplatz
    44532 Lünen
    Anmeldungen an:
Foto: EvKkDo
Noch sind die neuen Räume nur von außen zu sehen: Udo Kytzia, Olaf Kaiser, Anja Bunkus und Henning Disselhoff (v.l.) vor dem Gebäude des Statt.Klosters in Lünen.
Foto: EvKkDo