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13.09.2021

„Sein und Schein“

Kirchen sind auch Denkmäler

„Sein & Schein – in Geschichte, Architektur und Denkmalpflege“. Unter dem Motto stand der diesjährige ‚Tag des offenen Denkmals‘ am 12. September. Dazu öffneten auch zahlreiche Kirchen im Evangelischen Kirchenkreis Dortmund ihre Türen. Sie luden ein zu Rundgängen und Führungen, boten digitale Informationen an oder hatten kleine besondere Veranstaltungen wie Vorträge oder Konzerte organisiert.

Die offizielle Eröffnung für den „Tag des offenen Denkmals“ fand in diesem Jahr in der Stadtkirche St. Petri statt. Zum ersten Mal nahm sie der neue Oberbürgermeister der Stadt, Thomas Westphal vor. Begrüßt wurde er von Stadtkirchenpfarrerin Christel Schürmann. Eine thematische Einführung in den Tag steuerte Ralf Herbrich, Leiter der Denkmalbehörde der Stadt Dortmund bei.

Thomas Westphal bezog sich in seinem Grußwort auf das Motto des Tages. Die Dortmunder Denkmallandschaft sei überaus interessant und abwechslungsreich, so der Oberbürgermeister. Spannend sei bei der Betrachtung des baukulturellen Erbes aber auch die Frage nach Original oder Rekonstruktion, Illusion oder Zitat. Manchmal täuschten Gebäude etwas vor, versteckten ihre nüchterne Funktion hinter opulenten Fassaden.

Die Stadtkirche St. Petri selbst wartete am „Tag des offenen Denkmals“ mit einer öffentlichen Wandlung des Antwerpener Flügelaltars auf, der in diesem Jahr 500 Jahre alt wurde. Das „Goldene Wunder von Westfalen“ wurde von der Gemäldeseite hin zur goldenen Festtagsseite geklappt. Anschließend startete die erste StadtPilgerTour rund um St. Petri, die in Zukunft zum festen Angebot für Dortmunder*innen und ihre Gäste werden wird.

Veranstaltungen zum „Tag des offenen Denkmals“ boten aber auch zahlreiche weitere Kirchen. So öffneten die Evangelische Kreuzkirche in Berghofen, die Große Kirche Aplerbeck, die Wickeder Johannes-Kirche oder die Brackeler Kirche am Hellweg ihre Türen. Auch die Alte Kirche Wellinghofen, die Baroper Lutherkirche und die Kirche in Eichlinghofen luden ein zu Führungen, genau wie die Paul-Gerhardt-Kirche und die Martin-Luther-Kirche in Brambauer. In der Schlosskirche Bodelschwingh war Orgelspiel zu hören, die Lutherkirche in Hörde vermittelte Informationen auf digitalem Wege. Und selbstverständlich waren auch die Stadtkirchen St. Marien und St. Reinoldi mit verschiedenen Angeboten beteiligt.

Bis zuletzt war unsicher, ob alle geplanten Veranstaltungen in Präsenz stattfinden konnten. Dass das letztlich möglich war, sorgte bei allen Beteiligten für Freude und Erleichterung.

Foto: Stephan Schütze
Sie eröffneten den „Tag des offenen Denkmals“ in der Stadtkirche St. Petri: v.l.: Stadtkirchenpfarrerin Christel Schürmann, Oberbürgermeister Thomas Westphal, Stefan Nies (Büro für Geschichte), Karin Lehmann von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und der Leiter der Dortmunder Denkmalbehörde, Ralf Herbrich.
Foto: Stephan Schütze