08.06.2018

Mit Fußball und Luftballons

13. Fußballturnier der Religionen

Zum 13. Mal laden Juden, Christen und Muslime gemeinsam mit der Stadt Dortmund zum interreligiösen Fußballturnier in den Hoeschpark ein. Zum ersten Mal findet es zeitgleich mit dem Hoeschparkfest und im Rahmen der Internationalen Woche statt. Ein fröhliches Miteinander – egal, zu welcher Religion man gehört. Das ist das Ziel des Spiels. Unter dem Titel „Fußballturnier der Religionen – Anstoß zum Dialog“  startet es am 1. Juli. Seit Anfang Juni wirbt ein Großplakat am Ostwall für das Turnier.

Auch in diesem Jahr steht im Zentrum des Turniers das Spiel der evangelischen Pfarrer gegen muslimische Imame mit einem jüdischen Schiedsrichter. Neuer Höhepunkt ist ein Luftballonwettbewerb. Beim Massenstart am Nachmittag schicken die Veranstalter bunte Ballons als Zeichen der Vielfalt in alle Welt.

Beginn ist um 14 Uhr mit einem Jugend- und einem Herrenturnier. Drumherum gibt es auf der großen Festwiese Spiel und Spaß für die ganze Familie. Ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm sorgt für weitere Unterhaltung. Die Veranstalter versprechen: „Hier wird sich niemand langweilen. Anpfiff für das  Hauptspiel „Pfarrer gegen Imame“ ist um 16 Uhr. Moderatoren von Radio 91.2 kommentieren das Spiel.

Im WM-Jahr 2006 war die Premiere des Turniers. Herrenmannschaften und Jugendliche aus allen drei Religionen kämpfen um den Sieg – aber nur sportlich. Am Ende steht es immer 1:0 für ein friedliches Miteinander und den Dialog der Religionen. Dafür hat der DFB das interreligiöse Fußballspiel sogar mit dem Integrationspreis ausgezeichnet.

Wichtig ist den Veranstaltern - Evangelische Kirche, DITIB-Moscheen und Jüdische Gemeinde -, dass sich hier Gläubige verschiedener Religionen, nicht Vertreter unterschiedlicher Nationen treffen. Gemeinsam bekennen sie sich zum freiheitlichen Rechtsstaat des Grundgesetzes und der Gleichheit aller vor dem Gesetz. Und sie stehen ein für ein friedliches Zusammenleben.

Foto: Stephan Schütze
Seit Anfang Juni wirbt eine Plakatwand am Ostwall für das Interreligiöse Fußballspiel. Foto: Stephan Schütze