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11.01.2022

„Die Liebe Gottes spürbar werden lassen“

Pfarrerin Antje Lewitz-Danguillier offiziell begrüßt

Antje Lewitz-Danguillier ist seit fünf Jahren als Pfarrerin im Evangelischen Kirchenkreis Dortmund im Dienst. Seit dem Projektstart im Evangelischen Altenzentrum Lünen am 1. September 2022 arbeitet Pfarrerin Lewitz-Danguillier bei „Hanna und Simeon“, ein Projekt des Evangelischen Kirchenkreises Dortmund für Altenseelsorge (H&S).

Das Evangelischen Altenzentrum Lünen war erfreut darüber, Antje Lewitz-Danguillier trotz hoher Hygieneauflagen Anfang Januar in einem Präsensgottesdienst offiziell in der Einrichtung begrüßen zu können. Zum Gottesdienst eingeladen waren neben den Bewohnerinnen und Bewohnern und dem Leiter der Einrichtung, Dirk Kreimeyer, Pfarrer Michael Stache, ständig stellvertretender Superintendent im Evangelischen Kirchenkreis Dortmund, Pfarrerin Andrea Ohm aus der Evangelischen Kirchengemeinde Horstmar-Preußen sowie die Projektleitung Pfarrer Ingo Maxeiner und Pfarrerin Astrid Sperlinger-Rachilin.

Der Name des Projektes „Hanna und Simeon“ leitet sich aus dem Evangelium nach Lukas 2,25ff. ab. Darin wird von Hanna und Simeon, zwei lebenserfahrenen, glaubensstarken Menschen, berichtet. Die beiden vertrauen angesichts des Todes auf das Leben und werden reich beschenkt. Die Erfahrung von Hanna und Simeon wird zur Verheißung für diejenigen, die heute mit Alter, Krankheit und Tod konfrontiert sind.

Aufgabe und Ziel des Projektes H&S ist es, alte und pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen in ihren Kontexten gottesdienstlich, spirituell und seelsorglich so zu begleiten, dass sie bis ans Lebensende möglichst getrost und zuversichtlich bleiben. H&S achtet und fördert deren Möglichkeiten, Kompetenzen, Erfahrungen und Visionen in den sozialen Raum einzubringen. H&S versteht sich als ein Faktor auf dem Weg zu einer sorgenden Gemeinschaft in Nachbarschaft und Quartier. H&S arbeitet mit verschiedenen Akteuren im sozialen Raum zusammen.

Zu Beginn der Projektentwicklung im Dezember 2019 gab es COVID-19 noch nicht; dennoch war schon damals eines der Ziele des Projekts, mithilfe der Sicherung von Altenseelsorge auch zusätzliche Hilfen gegen die Einsamkeit alternder Menschen anzubieten. Hier sind besonders die Menschen zu erwähnen, die ihre Nöte von sich aus nicht mehr verbal äußern können, etwa Menschen mit Demenz. Sie können über positives Berührtsein und das leibliche Erleben von Segen oft erreicht werden und dadurch auch Geborgenheit und neue Gemeinschaft erfahren.

Antje Lewitz-Danguillier hat H&S von Anfang an mit entwickelt. Als Seelsorgerin ist sie für die Evangelischen Altenzentren in Lünen-Süd und in der Dortmunder Nordstadt zuständig. Beide Häuser gehören zum Diakonischen Werk Dortmund und Lünen gGmbH. Antje Lewitz-Danguillier pflegt einen guten Kontakt zur Evangelischen Kirchengemeinde Horstmar-Preußen sowie zur Evangelischen Lydia-Gemeinde in der Nordstadt.

Zu den Aufgaben der Theologin Antje Lewitz-Danguillier, die auch zertifizierte Kulturgeragogin ist, zählen unter anderem die Feier von Gottesdiensten, Besuche von Bewohnerinnen und Bewohnern, Gespräche mit Angehörigen und die seelsorgliche Begleitung von Mitarbeitenden. Für die Zukunft sind weitere Gemeinschaftsangebote und Projekte vorgesehen.

Zu ihrer Arbeit im Projekt H&S sagt Pfarrerin Lewitz-Danguillier: „Ich möchte die Liebe Gottes spürbar werden lassen und daran mitwirken, dass die Gesellschaft insgesamt freundlicher umgeht mit Menschen im Alter und mit Demenz. Diese tragen ihrerseits mit wertvollen Gaben zu einem gemeinsamen Miteinander bei. Das ist umso wichtiger in dieser Zeit der Furcht und der Bedrohung durch die Coronavirus-Krankheit, deren Abstandsregeln und Berührungsverbote die Einsamkeitsgefühle bei vielen Menschen verstärken können. Als Seelsorgerin unter dem Segen und im Auftrag Gottes, der in Jesus Christus Mensch geworden ist, möchte ich den Menschen zugewandt begegnen und Trost schenken. Wie gut, dass dies in der Kooperation mit den Altenzentren und den Kirchengemeinden vor Ort möglich ist. Ihnen ist das Wohl der alternden Menschen sehr wichtig und sie setzen sich schon lange und intensiv für sie ein. Auf die Zusammenarbeit freue ich mich sehr.“

Foto: Volker Danguillier
Strenge Hygieneauflagen machten den Präsentgottesdienst möglich. Pfarrerin Antje Lewitz-Danguillier (3.v.l.) wurde unter anderem (v.l.) von Dirk Kreimeyer (Einrichtungsleiter), Pfarrer Michael Stache, Pfarrer Ingo Maxeiner, Pfarrerin Andrea Ohm, Hanne Klusmann (Predikantin in Horstmar-Preußen) und Pfarrerin Astrid Sperlinger-Rachilin begrüßt.
Foto: Volker Danguillier