Streit ist das Motto

Friedensdekade in Berghofen - Mit einem Gottesdienst unter dem Titel „Nur keinen Streit vermeiden“ eröffnet die Evangelische Kirchengemeinde Dortmund-Berghofen die diesjährige Ökumenische Friedensdekade vom 12. bis 22. November.

Neben Gottesdiensten gestaltet die Gemeinde die Dekade mit täglichen Andachten, gehalten von unterschiedlichen Gruppen der Gemeinde und mit Vorträgen über Christen in Syrien, im Irak und in der Türkei sowie über Frauen als Friedensnobelpreisträgerinnen.

Das Motto der bundesweiten Friedensdekade ist in diesem Jahr „Streit“. Es soll auf die notwendige Auseinandersetzung um die enormen finanziellen Zuwächse im deutschen Militärhaushalt hinweisen und für einen Ausbau ziviler Maßnahmen der Konfliktbearbeitung „streiten“. Gleichzeitig wollen die Initiatoren die Frage nach dem demokratischen Umgang mit anderen Meinungen auf dem Hintergrund zunehmender populistischer und nationalistischer Tendenzen in Deutschland und weltweit stellen, und Wege zu einer demokratischen Streitkultur aufzeigen.

In Berghofen beginnt die Friedensdekade mit dem Gottesdienst am 12. November um 10 Uhr. Einen Tag später referiert der Journalist Jürgen Hoppe über „Zwischen Bürgerkrieg und islamischer Staat – Christenverfolgung in Nordirak und Syrien“ (18 Uhr). Am 15. November folgt ein Vortrag von Annemie Otte über zwei Friedensnobelpreisträgerinnen unter dem Thema „Sich für den Frieden begeistern“ (19 Uhr). Um „Diskriminierung in direkter Nachbarschaft – Christen in der Türkei“ geht es am 20. November. Den Vortrag um 18 Uhr hält Jürgen Hoppe. Am 14., 16., 17. und 21. November lädt die Gemeinde ab 18 Uhr zur Andacht ein. Die Dekade endet in Berghofen mit einem Abschlussgottesdienst am 22. November (19.30 Uhr).

Die kirchliche Friedensdekade wird seit 1980 jeweils vom drittletzten Sonntag des Kirchenjahres an bis zum Buß- und Bettag ausgerichtet. Bundesweit gibt es Podien, Gottesdienste und Friedensgebete. Im letzten Jahr stand die Ökumenische Friedensdekade unter dem Motto „Kriegsspuren“. Veranstalter sind die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen und eine Reihe von Friedens- und Menschenrechtsorganisationen.

Plakat: Ökumenische FriedensDekade
Plakat: Ökumenische FriedensDekade