16.02.2021

Sieben Wochen ohne: Blockaden

Es geht nicht nur um Verzicht – Fastenaktion mit Begleitung

"Sieben Wochen ohne" – die bundesweite Fastenaktion der Evangelischen Kirche ist seit vielen Jahren bekannt. Wer mitmacht – selbstverständlich ist das Fasten immer freiwillig – verzichtet in der Regel zwischen Aschermittwoch und Ostersonntag auf lieb gewordene Dinge, beispielsweise Gewohnheiten wie Fernsehen oder Computerspiele, Genussmittel, etwa Schokolade, Alkohol, Zigaretten oder auch Lebensmittel wie Fleisch oder Fisch.

Auch in diesem Jahr haben Christinnen und Christen die gemeinsame Fastenaktion begonnen, diesmal mit einem Grundgedanken, der über den persönlichen Verzicht hinausreicht. "Spielraum! Sieben Wochen ohne Blockaden" heißt das Motto, das 2021 der bundesweiten Fastenaktion zugrunde liegt. Damit weiten die Initiator*innen den Blick. Aus dem Gedanken des Verzichts wird die Öffnung hin zu neuer Freiheit, wenn es gelingt, Blockaden zu erkennen und hinter sich zu lassen. Die Passionszeit ist die Zeit des Innehaltens, des Mitleidens und der Umkehr. In einer Leidenszeit der Pandemie kann die Umkehr, die Abkehr von Blockaden helfen, für das eigene Leben neue Spielräume zu entdecken.

Wie in jedem Jahr begleiten auch in Dortmund Gemeinden die Fastenden mit eigenen Aktionen. Die fallen in diesem Jahr vielerorts allerdings zurückhaltender aus als gewohnt. Coronabedingt müssen viele etwa auf Fastengruppen, themennahe Bildungsveranstaltungen und den persönlichen Austausch vor Ort verzichten. Einige Gemeinden bieten ihren Mitgliedern aber dennoch Fastenbegleitung und thematische Impulse an, und das nicht nur online. So kann man sich beispielsweise in der Berghofener Kreuzkirche an jedem Mittwochabend der Passionszeit am Rande eines stillen Gebets gedrucktes Material für die kommende Woche abholen.

Die Evangelische Elias-Kirchengemeinde hat ihren Gemeindebrief ‚Westkreuz‘ zum Fastenkalender gemacht. In Papier- oder Onlineform finden Interessierte darin für jeden Tag der Passionszeit eine Anregung, um Blockaden hinter sich zu lassen und neue Spielräume zu entdecken. Gestaltet haben den Kalender kleine und große Menschen aus der Gemeinde, von KiTa-Kindern und Konfis, über Erzieher*innen, Presbyter*innen bis zum Pfarrteam. Ihre Texte, Lieder, Rezepte und vieles mehr zielen auf alle Sinne: Bewegen und Sehen, Schmecken und Riechen, Hören, Fühlen und Tasten. Den Rahmen für Auswahl und Gestaltung gaben sieben vorgeschlagene Bibelstellen.

Wer neugierig auf die Fastenbegleitung im "Westkreuz" ist, der findet sie online unter der Adresse: www.elias-gemeinde.de. Zum Start der Aktion gab es in Elias zusätzlich einen kurzen Film, beigesteuert aus der Gemeindejugend und zu sehen auf dem YouTube-Kanal der Gemeinde.