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11.02.2021

Mit dem Gemeindebus zum Impfen

Kirchengemeinde Horstmar-Preußen bietet Fahrdienst zum Impfzentrum an

Impfen ist ein Thema, das zur Zeit viele Menschen berührt. Noch sind es vor allem Frauen und Männer im Alter von 80 Jahren oder mehr, die eine Impfung gegen das Corona-Virus bekommen können. Doch wer sich für eine Impfung entscheidet, hat zunächst mehrere Hürden zu überwinden. Es gilt, einen Termin in einem der Impfzentren zu erhalten. Oft warten Betroffene stundenlang in Warteschleifen am Telefon oder die Buchung im Internet gelingt, wenn überhaupt, erst nach zahlreichen Versuchen. Ist dann ein Impftermin vereinbart, braucht es eine Transportmöglichkeit zum Impfzentrum und zurück nach Hause.

Für Menschen, die aus dem persönlichen Umkreis keine Unterstützung in Anspruch nehmen können, leistet jetzt die evangelischen Kirchengemeinde Horstmar-Preußen tatkräftige Hilfe. Sie hat für Gemeindemitglieder einen ehrenamtlichen Fahrdienst organisiert. Mit dem gemeindeeigenen Kleinbus können sich ältere Menschen aus Horstmar ab sofort zum Impfen bringen lassen. Das zuständige Impfzentrum, in dem sie das schützende Serum erhalten, liegt in Unna.

Gemeindepfarrerin Andrea Ohm freut sich über ein engagiertes Fahrteam, das ehrenamtlich den Hol- und Bringdienst nach Unna übernimmt. Es besteht aus fünf Personen aus der Kirchengemeinde, mit dabei sind Heiner Krüger, Jochen Kappelhoff, Christopher Köthe, Kai Hohlwein und Andrea Ahland-Frigge. Presbyter Heiner Krüger zeichnet für die Koordination verantwortlich.

Die Fahrt zum Impfen ist nicht nur bequem, sondern auch kostenfrei. „Das Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde Horstmar-Preußen hat beschlossen, diesen Dienst für die Senioren und Seniorinnen der Gemeinde aus den gemeindeeigenen Mitteln zu bezahlen“, bestätigt Andrea Ohm. Damit, so die Pfarrerin, möchte es „die Seniorinnen und Senioren auch ermutigen, sich impfen zu lassen.“

Genutzt werden kann der Fahrdienst allerdings nur von Mitgliedern der Kirchengemeinde Horstmar-Preußen. Der Grund: es steht nur ein Auto zur Verfügung. Die Kapazitäten würden schnell zusammenbrechen, wenn viele Menschen aus anderen Gemeinden das Angebot in Anspruch nehmen wollten. Auch müssen die Seniorinnen und Senioren selbst mobil sein und sich zumindest mithilfe eines Rollators fortbewegen können. Kranken- oder Rollstuhltransporte sind mit dem gemeindeeigenen Auto nicht möglich. Wer mitfahren möchte, muss während der Fahrt zudem eine FFP2-Maske tragen – eine Vorgabe, der die eingeladenen Fahrgäste gerne nachkommen.

Foto: Kirchengemeinde Horstmar-Preußen
Jochen Kappelhoff, Heiner Krüger und Andrea Ohm (v.l.) freuen sich, mit ihrem Fahrdienst älteren Menschen aus der Gemeinde auf dem Weg zum Impfen zur Seite stehen zu können.
Foto: Kirchengemeinde Horstmar-Preußen