16.12.2020

Keine Präsenz-Gottesdienste bis Ende Januar

Evangelische Kirche in Dortmund, Lünen und Selm übernimmt Verantwortung

In den Evangelischen Kirchen in Dortmund, Lünen und Selm wird es in diesem Jahr an Heiligabend an den darauffolgenden Weihnachtstagen bis Ende Januar keine Gottesdienste mit Besucherinnen und Besuchern vor Ort geben. Auch Gottesdienste unter freiem Himmel finden nicht statt. Damit schließt sich der Evangelische Kirchenkreis Dortmund der dringenden Empfehlung an, die von der Evangelischen Kirche von Westfalen ausgesprochen worden war. Sie gilt bereits ab dem kommenden vierten Adventssonntag und reicht zunächst bis zum 31. Januar.

„Wir tun dies mit großem Bedauern und mit eigener Trauer in unseren Herzen“, sagt Superintendentin Heike Proske. Aber sie und ihr theologisches Leitungsteam sind überzeugt, dass es angesichts der gestiegenen Infektionszahlen und der kritischen Situation auf den Intensivstationen ein Gebot der Vernunft ist, auf Ansammlungen von Menschen zu verzichten.

Man stehe in dem Dilemma, dass jede Entscheidung in der gegenwärtig prekären Lage nicht allen und allem gerecht werden könne, heißt es in einem Anschreiben an die Dortmunder, Lüner und Selmer Pfarrerinnen und Pfarrer. „Diesen Konflikt, den wir auch in uns tragen, werden wir nicht lösen können.“

„Wir wissen, wie viel Energie, Aufwand und Organisationstalent alle – Haupt- und Ehrenamtliche – bereits investiert haben, um Gottesdienste in Formen zu planen, die den sehr ausgefeilten und guten Hygiene-Konzepten gerecht werden“, bedauert die Superintendentin. „Leider wird vieles in diesem Jahr nicht umgesetzt werden können.“

Dennoch werden die Menschen in Dortmund, Lünen und Selm nicht auf geistliche Impulse aus ihren Gemeinden verzichten müssen. So gibt es selbstverständlich auch an den Weihnachtstagen Gottesdienstangebote im Internet, die man in den eigenen vier Wänden anschauen kann, man findet Andachten am Telefon oder via Messengerdienst. Auf manchen Kirchgrundstücken hängt „Weihnachten in Tüten“ mit Gebeten und Andachten zum Mitnehmen. Auch das eigene Zuhause kann so ein Raum für Andacht und Gottesdienst sein.

Und auch weihnachtliche Stationswege, die man zeitunabhängig allein oder mit der Familie gehen kann, können angeboten werden. Über einen längeren Zeitraum bietet beispielsweise ein Weg rund um den Phoenix-See an unterschiedlichen Stationen liturgische Impulse und Musik via QR-Code an.

Am Heiligabend selbst sollen die Kirchen geschlossen bleiben, um nicht zu vermehrtem Aufeinandertreffen einzuladen. An den übrigen Tagen werden viele Kirchen in Dortmund, Lünen und Selm offenstehen für Einkehr und stille Gebete. Die Pfarrerinnen und Pfarrer werden vor Ort und ansprechbar sein.

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