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10.09.2021

KARL-KOLLE-Stiftung unterstützt Spendobel-Projekte

Im Mittelpunkt: Frauen und Kinder

Das Dortmunder Spendenparlament „Spendobel“ wirbt in jedem Jahr Spendengelder für unterschiedliche soziale Projekte in der Stadt ein. Die KARL-KOLLE-Stiftung hat jetzt zwei dieser Projekte ausgewählt, die sie mit einem nennenswerten Geldbetrag unterstützt. Vorstandsmitglied Jacqueline Krebs übergab jetzt einen Spenden-Scheck in Höhe von 9.000 Euro im Dortmunder Reinoldinum. Mit dabei bei der Spendenübergabe waren Roland Bracht, Mitglied im Präsidium von Spendobel, die Leiterin des Evangelischen Bildungswerks Dortmund Katrin Köster, die Stellvertretende Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises, Leonie Grüning und Spendobel-Geschäftsführerin Barbara Temminghoff.

Mit 4000 Euro kommt ein Teil der Spende dem Projekt „Frauen an den Laptop“ zugute. Zahlreiche Frauen nutzen im Evangelischen Bildungswerk die Möglichkeit, in gezielten Weiterbildungskursen einen nachträglichen Schulabschluss zu erreichen. Viele von ihnen leben in Dortmund mit einem Zuwanderungshintergrund. Digitales Lernen und der Einsatz von digitalen Arbeitsmitteln, etwa für Bewerbungsschreiben oder weitergehende Fertigkeiten im Beruf, gewinnen immer mehr an Bedeutung. Viele der Frauen aber haben kaum die Gelegenheit zu Internetrecherche oder ihnen fehlt der Zugang zu digitalen Arbeitsmethoden. Hier setzt das Projekt „Frauen an den Laptop“ des Evangelischen Bildungswerks an. Es möchte mithilfe von zusätzlichen Geräten und gezielter Begleitung die Kursabsolventinnen befähigen, sich den digitalen Anforderungen des Berufslebens stellen zu können.

Mit 5000 Euro fördert die KARL-KOLLE-Stiftung ein Projekt der Dortmunder Mitternachtsmission. Im Mittelpunkt stehen hier Kinder von Frauen, die Opfer von Menschenhandel geworden sind. Immer wieder werden Frauen und Mädchen mit falschen Versprechungen nach Deutschland gelockt oder hierhin gewaltsam verschleppt, um hier zur Prostitution gezwungen zu werden. Einige dieser Frauen haben ihre Kinder bei sich. Diese Kinder bedürfen oft einer intensiven Betreuung und Hilfe. Sie leiden unter Traumatisierungen oder erleben ihre Situation auf vielfältige andere Weise als belastend. Mitarbeiterinnen der Mitternachtsmission setzen sich für das Kindeswohl und die Kinderrechte ein. Doch die Hilfe und Begleitung für diese Kinder bedarf hoher Aufmerksamkeit und ist sehr zeitintensiv. Spendobel und die KARL-KOLLE-Stiftung wollen hier mit ihrem Engagement für mehr Ressourcen sorgen.

Stellvertretend für beide ausgewählten Spendobel-Projekte nahm Bildungswerks-Leiterin Katrin Köster die Spende der KARL-KOLLE-Stiftung entgegen. Sie freute sich über die Unterstützung, die den besonderen Projekten auch in Corona-Zeiten zuteilwird.

Spendobel ist das Spendenparlament für Dortmund. Es wurde als Initiative der Evangelischen Kirche gegründet, die auch weiterhin die Geschäftsführung für das Parlament zur Verfügung stellt. Spenden, die über Spendobel eingehen, erreichen die jeweiligen sozialen Projekte zu 100 Prozent. Die Dortmunder KARL-KOLLE-Stiftung konzentriert sich auf die Förderschwerpunkte „Bildung und Erziehung“ und „Wissenschaft und Forschung“ in Schulen, Vereinen, Hochschulen und Universitäten, sowie auf Projekte im sozialen Bereich.

Foto: Stephan Schütze
Sie freuen sich über die Unterstützung für die Projekte v.l.: Leonie Grüning (Stellv. Superintendentin), Roland Bracht (Präsidium Spendobel), Jacqueline Krebs (Vorstand KARL-KOLLE-Stiftung) und Katrin Köster (Leiterin Ev. Bildungswerk).
Foto: Stephan Schütze