30.08.2019

Gott trifft Mensch

Veranstaltungen zu Karl Barth

Karl Barth steht im Zentrum der Veranstaltungsreihe „Gott trifft Mensch“, zu der die Evangelische Kirchengemeinde St. Reinoldi und die Paul-Gerhardt-Kirchengemeinde Dortmund anlässlich des 50. Todestages des streitbaren protestantischen Theologen einladen.

Barth stellte sich gegen Adolf Hitler, protestierte gegen die Wiederaufrüstung der Bundesrepublik und warnte vor einer geistlosen Konsum-Gesellschaft. Er gehörte zu den prägendsten Theologen des 20. Jahrhunderts.

Start der Veranstaltungsreihe ist am 4. Oktober um 19.30 Uhr mit der Ausstellungseröffnung „Schweizer! Ausländer! Hetzer! Friedestörer!“. Die Ausstellung in der Melanchthon-Kirche, Melanchthonstraße 6, zeigt verschiedene Stationen im Leben von Barth. Das Streichorchester „Concertino“ der Musikschule Dortmund eröffnet sie mit Werken von Wolfgang Amadeus Mozart und einem Brief Barths an Mozart. Die Ausstellung ist zu den Veranstaltungen und Gottesdiensten sowie nach vorheriger Anmeldung, Telefon: 0231 594351, zu besichtigen.

Die Sonntagsgottesdienste, jeweils um 10 Uhr in der Melanchthon-Kirche im Oktober widmen sich unterschiedlichen Themen über Barth, gefolgt von Gottesdiensten in der Paul-Gerhardt-Kirche, Markgrafenstraße 123, am Montag, 4. November, 19 Uhr, Montag, 11. November, 19 Uhr, Mittwoch 20. November,  19 Uhr und Sonntag, 8. Dezember, 10 Uhr.

Auf die Suche nach dem Menschen Karl Barth macht sich der Film „Gottes fröhlicher Partisan“. Er geht der Frage nach, woher dieser Mann kommt, der keine Auseinandersetzung scheut und für viele Menschen zur moralischen Instanz seiner Zeit wird. Der Film wird am 16. Oktober um 19 Uhr in der Melanchthon-Kirche gezeigt. Texte von Karl Barth begleiten den Abend, bei dem auch eine Ausstellungsführung angeboten wird. Mit dabei sind Prof. Hans-Martin-Lübking und der Blockflötenkreis „Melancht(h)öne“.

Um „Rechtfertigung und Recht, Kirche und Welt“ geht es beim Gottesdienst zum Reformationstag in St. Reinoldi um 18 Uhr. Prediger ist Präses i.R. Alfred Buß.

Berühmt wurde Karl Barth durch seine „Kirchliche Dogmatik“, die mehr als 9.000 Seiten umfasst. An der „Barmer Theologische Erklärung“ aus dem Jahr 1934, die sich gegen den Herrschaftsanspruch der Nazis über die Kirche wehrte, hatte Barth maßgeblich mitgearbeitet. Sie gehört in vielen Kirchen zur Bekenntnisgrundlage.