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09.08.2013 // 2. Internationales Klimacamp

Gemeinsam etwas geschafft

Zwei Jahre nach dem ersten Internationalen Klimacamp der Evangelischen Jugend Dortmund gab es nun eine Fortsetzung.

2. Internationales Klimacamp in Sri Lanka

Zwei Jahre nach dem ersten Internationalen Klimacamp der Evangelischen Jugend Dortmund im Rahmen der Jugendklimakampagne der Evangelischen Kirche von Westfalen „Mission: Klima retten! powered by heaven“ gab es nun eine Fortsetzung.

11 Jugendliche aus der Dortmunder Region hatten die Chance sich vom 17.07. bis zum 31.07.2013 bei einem Internationalen Klimacamp in Sri Lanka gemeinsam mit Jugendlichen aus diesem Land zu Klimaveränderungen und Umweltproblemen vor Ort auseinanderzusetzen, die eigene Lebensweise dabei kritisch zu hinterfragen und neue und eigene Ideen für aktiven Klima‐und Umweltschutz zu entwickeln.

„Die Idee zu einem 2. Internationalen Klimacamp hatten wir bereits während des Camps 2011. Es war eine intensive und prägende Erfahrung beim Klimacamp in Sri Lanka dabei zu sein und gemeinsam mit Jugendlichen an dem Thema Klimagerechtigkeit und Schöpfungsbewahrung zu arbeiten “, so Ariane Buchenau, Jugendreferentin in der Kontaktstelle der Evangelischen Jugend Dortmund.

Nach den ersten zwei Tagen im ungewohnt tropischen Klima Sri Lankas und voller neuer Eindrücke, zum Beispiel durch das Essen von noch nicht allzu scharfen Currys mit den Fingern, reiste die Jugenddelegation durch Sri Lanka, um mit den Menschen vor Ort über die Folgen des Klimawandels ausgelöst durch Umweltzerstörungen ins Gespräch zu kommen.

Eine Station der Reise war Pollunaruwa, eine Region im Landesinneren Sri Lankas. Hier trafen die Teilnehmenden auf Landwirte, die von der Verschmutzung des Grundwassers durch den Einsatz von Pestiziden und Chemikalien berichteten.

Ungefähr 70 Prozent der Menschen leiden an einem Nierenschaden, weil sie das verschmutzte Wasser trinken. Die Landwirte möchten etwas verändern an ihrer Situation. Sie engagieren sich für ökologischen Anbau in der Region und leisten Aufklärungsarbeit über das Gift im Wasser, um zukünftig die Erkrankungsrate zu senken.

Trinkwasser für 400 Familien

Pattalipuram an der Ostküste Sri Lankas war eine weitere Station. Diese Region wurde sowohl durch den Bürgerkrieg in Sri Lanka und den Tsunami 2004 stark zerstört. Viele Menschen in der Region haben überhaupt keinen Zugang zu Wasser oder Strom. Die Jugendlichen setzten in dem Ort ein Projekt um, dass sie in Dortmund bereits vorbereitet und geplant hatten: eine solarbetriebene Frischwasserpumpe wurde in den Boden eingelassen. Sie pumpt täglich bis zu 10.000 Liter Wasser in zwei große schwarze Wasserbehälter. 400 Familien haben so Zugang zu Trinkwasser.

„Die Freude und Dankbarkeit der Familien zu sehen, als plötzlich das Wasser lief, und das Gefühl in der Gemeinschaft etwas geschafft zu haben, hat mich zutiefst beeindruckt.“, sagte Dishan Davidraj, einer der sri lankischen Teilnehmenden, nach Inbetriebnahme der Pumpe. Maren Glietz aus Dortmund ergänzt: „Ich habe gelernt, wie wertvoll es ist, ein Lachen geschenkt zu bekommen.“

Nach der Rundreise konnten die Jugendlichen sich im Seminarzentrum der Methodistischen Kirche in der Nähe von Colombo über die gesammelten Erfahrungen austauschen und in einer Zukunftswerkstatt Ideen für eine weitere Zusammenarbeit über das Camp hinaus entwickeln,  unter anderem für den zweiten Internationalen Jugendaktionstag für Klimagerechtigkeit am 07. Dezember 2013.

Das Internationale Klimacamp wurde organisiert von der Evangelischen Jugend Dortmund, der Methodistischen Kirche in Sri Lanka und dem Team von „Mission: Klima retten! powered by heaven“. Gefördert wurde das Camp durch die Vereinte Evangelische Mission, die Evangelische Jugend Westfalen, den Kirchenkreis Dortmund‐Mitte‐Nordost und den Landschaftsverband Westfalen‐Lippe.

Foto: Evangelische Jugend Dortmund