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16.09.2013 // spendobel

Gelebte Mitmenschlichkeit

Freitag, der 13. im September war für zehn soziale Projekte aus Dortmund ein Glückstag. Das Spendenparlament „spendobel“ hat sie auf ihrer Sitzung als förderungswert ausgewählt.

Dortmunder Spendenparlament tagte

Freitag, der 13. im September - er war für zehn soziale Projekte aus Dortmund ein Glückstag. Das Spendenparlament „spendobel“ hat sie auf ihrer Sitzung als förderungswert ausgewählt.

Darunter sind u.a. die Nothilfe für Kinder aus Rumänien und Bulgarien, Krankenwohnungen für wohnungslose Menschen, das geplante Begegnungszentrum für HIV-positive Menschen und die Suppenküche Wichern.

Besonders angetan waren die Spendenparlamentarier, die im Dortmunder Ratssaal tagten, von der Hilfe für Flüchtlinge, die Opfer von Menschenhandel geworden sind. Es steht auf Platz eins der unterstützungswürdigen Vorhaben. Um das Projekt kümmert sich die Dortmunder Mitternachtsmission. Sie berichtete von Frauen und Mädchen, auch einzelnen Jungen, die als Flüchtlinge aus armen Ländern durch körperliche oder seelische Gewalt zur Prostitution gezwungen werden. Der Mitternachtsmission ist es möglich, den Opfern von Menschenhandel umfassende Hilfe und Schutz anzubieten.

Viel Lob bekam spendobel von Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau. Für die Stadtgesellschaft sei es eine "wichtige Einrichtung", so Sierau in seinem Grußwort. Spendobel sei "gelebte Mitmenschlichkeit" und "gelebte Zivilgesellschaft".

Auf seiner Sitzung hat das Spendenparlament Dr. Wolfgang Nockelmann aus dem Präsidium verabschiedet. Nockelmann war seit 2004 Präsidiumsmitglied. Zu seinem Nachfolger wählten die Spendenparlamentarier Dipl. Ing. Johann Jaeger, Geschäftsführer der Jaeger Grund und Dienste GmbH.

Bis September des nächsten Jahres will spendobel für alle ausgewählten Vorhaben insgesamt 94.000 Euro einwerben. In den vergangenen zwölf Monaten konnten alle bisherigen Projekte ihr Spendenziel erreichen. 77.000 Euro hatten die Dortmunderinnen und Dortmunder dafür gespendet. „Dafür danken wir allen, die sich für das Dortmunder Spendenparlament einsetzen“, so Hans-Jürgen Klems, Präsident von „spendobel“ in seinem Rechenschaftsbericht.

Seit September 2001 unterstützt „spendobel“ lokale Projekte gegen Armut und Ausgrenzung. Die seither eingeworbenen 890.000 Euro seien eine "beachtliche Leistung", so Klems. „spendobel“ ist eine Initiative der Evangelischen Kirche.

Weitere Informationen gibt es unter www.spendobel.de.

"KuMuLi", eines von zehn Projekten, will Farbe und Musik in den Alltag der Kinderklinik bringen. Foto: Stephan Schütze