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06.09.2021

Friedensgebet der Religionen

In diesem Jahr wieder Open-Air auf der Halde Schleswig

Im vergangenen Jahr war es nur online möglich, miteinander für den Frieden zu beten. In diesem September konnten sich Vertreterinnen und Vertreter unterschiedlicher Glaubensrichtungen wieder unter freiem Himmel treffen, um gemeinsam das ‚Friedensgebet der Religionen‘ zu begehen. Bei strahlendem Sonnenschein fand das gemeinsame Gebet wie in mehreren Jahren zuvor auf der Halde Schleswig im Dortmunder Stadtbezirk Brackel statt.

Gemeinsam gestalteten die evangelische Pfarrerin Sandra Sternke-Menne, der katholische Pfarrer Ludger Keite, die muslimische Theologin Renate Karaoglan und Diakon Magdy Keriakos von der Koptisch orthodoxen Kirche die gottesdienstliche Veranstaltung auf der höchsten Erhebung in der Region. Sie alle beleuchteten in ihren Beiträgen die Geschichte von Mose. Er habe einst unter schwierigen Bedingungen den Aufbruch gewagt. Mit Gottvertrauen habe er den Mut gefasst, sein Lebenswerk anzupacken, sei zum Propheten geworden, habe das Volk Israel aus der Gefangenschaft geführt und selbst politische Karriere gemacht.

Zuversicht und Gottvertrauen, das postulierten die Vertreter*innen aller beteiligten Religionen auch für das Miteinander in der heutigen Welt. Gemeinsame beteten sie für Vielfalt, Toleranz und ein respektvolles Miteinander der Menschen mit unterschiedlichem kulturellem Hintergrund in der Stadtgesellschaft. Ihr gemeinsames Anliegen zeigten sie auch im Gesang, den sie, zusammen mit den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern, miteinander anstimmten.

Musikalisch begleitet wurde das Friedensgebet auf der Halde Schleswig vom Posaunenchor der Evangelischen Kirchengemeinde Brackel. Zum Zeichen der Zuversicht, das die Besucher*innen mit nach Hause nehmen durften, verschenkten die Theolog*innen Jutesäckchen. Sie alle enthielten eine Blumenzwiebel, die auf eine blühende Pflanze in der Zukunft hoffen lassen.

Foto: EvKkDo
ws Gemeinsam im Gebet und Gesang: v.l. Diakon Magdy Keriakos (Koptisch orth. Kirche), Renate Karaoglan (musl. Theologin), Pfarrer Ludger Keite (kath. Kirche) und Pfarrerin Sandra Sternke-Menne (ev. Kirche) auf der Halde Schleswig.
Foto: EvKkDo