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26.09.2013 // Unternehmensnetzwerk

Freiwillig für soziales Handeln

Vertreter der Evangelischen Kirche, der Stadt und anderer Organisationen und Unternehmen haben ein Netzwerk gesellschaftliche Verantwortung für Unternehmen gegründet.

Unternehmensnetzwerk für gesellschaftliche Verantwortung gegründet

DORTMUND – „Eine tolle Initiative“ sei es, freute sich Oberbürgermeister Ullrich Sierau über das am 26. September gegründete Netzwerk für die gesellschaftliche Verantwortung für Unternehmen. Das Netzwerk, kurz „CSR“ für das englische „Corporate Social Responsibility“, hat die Evangelische Kirche in Dortmund gemeinsam mit der Dortmunder Wirtschaftsförderung und dem Pumpenhersteller WILO SE angestoßen. Dabei geht es um Fragen, wie Unternehmen über die gesetzlichen Anforderungen hinaus soziale, ökologische und ethische Belange berücksichtigen.

Zwar sei diese gesellschaftliche Verantwortung eine „freiwillige Verpflichtung“, erläuterte Pfarrer Friedrich Stiller von den Vereinigten Kirchenkreisen,  doch sei sie „verbindlich und ernsthaft“.  Es soll kein PR-Projekt sein, sondern „in der Geschäftsstrategie verankert“.  Wie das aussehen kann, erläuterte Michael Radau vom Einzelhandelsverband Westfalen-Münsterland am Beispiel von fair gehandelten Produkten. Es hätte sich in den letzten Jahren eine Bewusstseinsänderung in der Bevölkerung durchgesetzt. Die Kunden würden deutlich öfter danach fragen, woher die Waren kämen und unter welchen Bedingungen sie produziert würden.

Zehn Vertreter unterschiedlicher Organisationen – u.a. die Evangelische Kirche und die Stadt, die Wirtschaftsförderung und das Technologiezentrum, WILO SE und der Einzelhandelsverband – haben das Netzwerk gegründet. „Es ist unser gemeinsames Anliegen, Unternehmen zu ermuntern und zu unterstützen, die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung als Chance und als Verpflichtung zu erkennen und umzusetzen“, heißt es in einem der Eckpunkte, die sich das Netzwerk gegeben hat. VKK-Vorstandsvorsitzender Paul-Gerhard Stamm erklärte bei der Unterzeichnung: „Die evangelische Kirche ist kein Unternehmen, aber sie setzt sich für eine nachhaltige Entwicklung unserer Region ein. Die gesellschaftliche Verantwortung der Unternehmen spielt dabei eine wichtige Rolle – ethische Verantwortung endet nicht am Werktor.“

In den nächsten Monaten will das Netzwerk „ intensiv auf die Unternehmen zugehen“, so Thomas Ellerkamp von der Wirtschaftsförderung Dortmund.  Als Einstieg wird ab dem kommenden Jahr das Projekt „CSR unternehmen!“ angeboten. Das mehrstufige Qualifizierungsprogramm reicht vom Impulsvortrag über Praxisworkshops bis hin zu Modulen nach individuellem Bedarf.

 

 

Vertreter der Evangelischen Kirche, der Stadt Dortmund und verschiedener Organisationen und Unternehmen haben ein Netzwerk gesellschaftliche Verantwortung für Unternehmen gegründet. Foto: Stephan Schütze