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13.07.2021

Begeisterung beim „Global Youth Faith Event“

260 junge Menschen aus aller Welt trafen sich digital

Es war die Erfindung eines internationalen Teams aus den Kirchenkreisen Dortmund, Schwelm, Hattingen-Witten und Hagen und ihren Partnerkirchen aus aller Welt. Damit sich junge Menschen auch in Zeiten von Corona-Auflagen und Reisebeschränkungen kennenlernen und begegnen können, luden sie ein zu einem digitalen „Global Youth Faith Event“ (GYFE). Eine Woche lang vom 4. bis zum 11. Juli tauschten sich die Teilnehmer*innen online aus, beteten und sangen miteinander und empfingen voneinander vielfältige Impulse. Die Zahl der Teilnehmer*innen überstieg dabei alle Erwartungen. 260 junge Menschen aus neun Ländern waren dabei und genossen das Miteinander über alle analogen Grenzen hinweg.

„Anfang des Jahres haben wir uns digital getroffen, um zu überlegen, wie wir gemeinsam eine internationale Jugendbegegnung gestalten können – mitten in der Pandemie“, berichtet Christina Biere, Regionalpfarrerin im Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung (MÖWe), das wie auch das Referat Ökumene des Evangelischen Kirchenkreises Dortmund und die Vereinte Evangelische Mission (VEM) das digitale Event mitgestaltete. „Gerade jetzt ist Kontakt und Austausch besonders wichtig für junge Erwachsene und gerade jetzt ermöglicht die gemeinsame Erfahrung der Pandemie, Empathie füreinander zu entwickeln und sich auf ein Lernen voneinander einzulassen.“

Von Anfang an wurde GYFE gemeinsam entwickelt – neben den deutschen Partner*innen waren junge Menschen aus Rwanda, Sri Lanka, Namibia, Sambia, Kenia, Großbritannien, Westpapua und Indonesien beteiligt. Neun Länderkoordinator*innen kümmerten sich um die Teilnehmenden aus ihrem Land, stellten sicher, dass Internetguthaben vorhanden war und die jeweilige Ortszeit der Andachten und Workshops kommuniziert wurde. Da, wo es die Inzidenzzahlen möglich machten, konnten auch kurzfristig analoge Treffen organisiert werden – etwa in Dortmund, wo jeden Abend einige junge Menschen im Internationalen Volunteershouse zusammenkamen.

Das Programm der sieben Tage war vielfältig und spannend. Es gab jeden Tag ein Gericht aus einem anderen Land zum Nachkochen, einen Videoimpuls zu einem Tagesspalm, einen Impuls zum Malen, Fotografieren, Dichten oder Tanzen. Dazu noch eine Stunde Bibelteilen auf der Plattform Zoom, sowie einen thematischen Workshop zu Themen wie Klimaschutz, faire Mode und mehrstimmiges digitales Singen mit Vera Hotten von der Pop-Akademie Witten, die von Espérance Mirindi und Louis Purba aus dem Dortmunder Volunteershouse unterstützt wurde. Ihre Erfahrungen haben die jungen Erwachsenen anschließend über Fotos und Kurzberichte auf dem Padlet – der digitalen Pinnwand – zusammengetragen.

Das ungewöhnliche globale Jugend-Event endete mit einem gemeinsamen Online-Gottesdienst, den Kangwa Kapasa aus der United Church in Zambia moderierte. "This was really a great initiative”, so sein Fazit zum Ende des Treffens. „Thank you for being inclusive and welcoming each view-point across the world." Und Danushka Madushanka aus der Methodist Church in Sri Lanka betonte die tröstliche Wirkung des Zusammenkommens in schweren Zeiten der weltweiten Pandemie: “I saw that there were people who lost their friends and families. But because of GYFE I saw that they were smiling, and they came out from their sorrows. Thank you for teaching us that the best counselor is togetherness.”

Christina Biere/red

Fotos: Carolin Daubertshäuser
Im Internationalen Volunteershouse in Dortmund konnten sich junge Menschen treffen, um Aktionen des Global Youth Faith Events analog zu begleiten.
Fotos: Carolin Daubertshäuser

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Video des Abschlussgottesdienstes des Global Youth Faith Event
Ein Video der MÖWe, Autorin Louis Purba, Volunteershouse Dortmund