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23.06.2021

Aus der Gemeinde in die Klinik

Pfarrer Michael Bahrenberg wird Krankenhausseelsorger

Ein wenig Wehmut war auf allen Seiten zu spüren. Pfarrer Michael Bahrenberg verlässt nach 12 Jahren die Evangelische Friedenskirchengemeinde und wird neuer Krankenhausseelsorger im Klinikum Westfalen. Bahrenberg wirkte in „Frieden" im Bezirk Schalom im Dortmunder Stadtteil Scharnhorst. Hier wurde er in einem ökumenischen Gottesdienst auf dem Scharnhorster Kirchenplatz, direkt zwischen dem Evangelischen Schalom-Zentrum und der Katholischen Franziskus-Gemeinde feierlich verabschiedet.

Zur Jahresmitte nimmt Bahrenberg seine neue Aufgabe im Klinikum Westfalen auf. Im Klinikverbund wird er Patientinnen und Patienten im Knappschaftskrankenhaus in Brackel, im Evangelischen Krankenhaus in Lütgendortmund und im Krankenhaus in Lünen-Brambauer seelsorgerlich begleiten.
Michael Bahrenberg verlässt die Friedenskirchengemeinde mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Viele bereichernde Erlebnisse verbindet er mit der Zeit in Schalom. Besonders in Erinnerung werden ihm Highlights wie der Kirchentag vor zwei Jahren oder die Feierlichkeiten zum 40jährigen Jubiläum des Schalom-Zentrums im Jahr 2013 bleiben. Auch ein ZDF-Fernsehgottesdienst wurde im Jubiläumsjahr aus Schalom übertragen. „Das war ziemlich aufregend“, erinnert sich Bahrenberg und denkt gerne an das Ereignis zurück.

Weil er schon früher einmal in der Krankenhausseelsorge tätig war, damals im Klinikum Dortmund, weiß der erfahrene Pfarrer, was in seiner neuen Aufgabe auf ihn zukommt. Sein Herz, so sagt er, schlage schon immer sowohl für die Gemeindearbeit als auch für das seelsorgerliche Wirken im Krankenhaus. Darum freut er sich auf die Möglichkeit, jetzt noch einmal diesen Bereich mit ganzer Kraft gestalten zu können. Mit 61 Jahren schien ihm zudem der richtige Zeitpunkt, sich noch einmal auf eine neue, spannende Herausforderung einzulassen.

Viele Begegnungen in den unterschiedlichen Krankenhäusern des Klinikums werden in Zukunft von hoher Intensität sein. Michael Bahrenberg weiß um die verantwortungsvolle Aufgabe, Menschen in besonders belastenden Lebenssituationen zu begleiten. Aber sein Tagesablauf wird sich ab Juli merklich verändern. „Krankenhaus ist etwas ganz anderes als Gemeinde“, weiß der Pfarrer. Die Abläufe und Anforderungen in den beiden Aufgabenfeldern sind gänzlich unterschiedlich.

Bahrenberg freut sich auf die Veränderung. Dennoch wird er seiner alten Gemeinde verbunden bleiben. Das bezeugt auch die Tatsache, dass die Bahrenbergs weiterhin in deren Umfeld wohnen werden. Seine Frau Christa Seck-Bahrenberg will weiter in der Gemeinde ehrenamtlich tätig sein und Michael Bahrenberg sagt auch in Zukunft von sich: „Ich bin ein Schalomer.“

Foto: Stephan Schütze
Ökumenischer Gottesdienst zum Abschied: der katholische Pfarrer Reinhard Bürger und Pfarrer Michael Bahrenberg.
Foto: Stephan Schütze