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07.11.2022

Aktion „Süß statt bitter!“ geht weiter

Westfalen holt wieder über 16 Tonnen öko-faire Orangen aus Süditalien

Mit einer Orangen-Aktion „Süß statt bitter“ machte die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) in den Vorjahren gemeinsam mit anderen Organisationen auf unmenschliche Zustände und moderne Sklaverei bei der Obsternte in Süditalien aufmerksam. Die Orangenernte dort hat gerade in der Winterzeit Hochkonjunktur.

Multinationale Konzerne und Handelsketten diktieren im Allgemeinen den Bauern die Preise, die nicht einmal die Produktionskosten decken. So sind die Plantagenbesitzer zu einer Art moderner Sklaverei gezwungen: Erntehelfer:innen – etwa 2000 Wanderarbeiter und Geflüchtete – leben in Massenunterkünften ohne sanitäre Einrichtungen, ohne Wasser und Strom – dabei Hungerlohn für etwa 14 Stunden Schwerstarbeit. Alternativ vertreibt der Verein SOS-Rosarno die Orangen von Öko-Bauern und organisiert den Verkauf ohne Zwischenhandel. So erhalten die Arbeiter:innen einen gerechten Lohn mit Sozialversicherung und mit geregelten Arbeitszeiten.

Nun geht die Aktion der EKvW gegen moderne Sklaverei in eine weitere Runde: Passend zu Nikolaus und zur Adventszeit besteht auch in diesem Jahr wieder die Möglichkeit, Orangen zu bestellen. Frauke Linke, Mitarbeiterin im Referat Ökumene des Evangelischen Kirchenkreises Dortmund, erklärt, wie es geht: „Orangen zum Preis von maximal 31 Euro für 10 Kilogramm können bei uns bestellt werden.  Genau rechtzeitig vor dem Nikolaustag planen wir eine erste Verkaufsaktion – voraussichtlich am 29. November 2022. Ein zweiter Termin ist dann für den 13. Dezember vorgesehen – dafür ist der Bestellschluss am 30. November.“

Bei der ersten Aktion im Advent 2020 waren 11.000 Euro zusätzlich an Spenden für die Flüchtlingshilfe zusammengekommen.

Bestellungen

Foto: niki
Süß statt bitter. Mit einer gemeinsamen Bestell-Aktion macht die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) wieder auf unmenschliche Zustände und moderne Sklaverei bei der Obsternte in Süditalien aufmerksam.
Foto: niki