Es war eine gute Zeit

Selmer Pfarrerin Heike Scherer geht nach Bremen.

Es ist das oft zitierte lachende und weinende Auge, mit dem Pfarrerin Heike Scherer ihre Gemeinde in Selm Ende Oktober verlässt. „Es war eine gute Zeit“, sagt sie rückblickend auf ihre sechs Jahre in Selm. „Ich habe hier viel Schönes erlebt, was mich geprägt hat und immer noch prägt.“ Jetzt freut sie sich auf Bremen, ihren neuen Arbeits- und Lebensmittelpunkt. Ab dem 1. November ist sie dort Seelsorgerin am Klinikum Nord und wird die Arbeit in einem Hospiz begleiten. „Ich habe immer gerne seelsorgerlich gearbeitet.“

Die gebürtige Waltroperin hat sich als Jugendliche im dortigen Weltladen der Gemeinde engagiert – ein wichtiger Anstoß für ihren Wunsch, Pfarrerin zu werden. Theologie studiert hat sie in Wuppertal, Bochum und Hamburg. Nach ihrem Studium hat die heute 55-Jährige im wissenschaftlichen Bereich gearbeitet. Ab 1995 folgte ein Sondervikariat im Frauenreferat der Evangelischen Kirche von Westfalen, dann ein Vikariat in der Huckarder Gemeinde. Von hier aus ging sie als Pfarrerin im Entsendungsdienst zurück ins Frauenreferat, wechselte als Krankenhauspfarrerin nach Kirchlinde und in das Johanneshospital.

Bevor sie 2012 als Gemeindepfarrerin der Selmer Gemeinde gewählt wurde, war sie theologische Referentin des Vorstandsvorsitzenden der damaligen Vereinigten Kirchenkreise und Synodalvikarin bei dem damaligen Superintendenten Winfried Moselewski. „In der Gemeinde habe ich besonders gerne die Arbeit mit Kindern gemacht.“ Kindergottesdienst, Schulgottesdienst und Kindergartengottesdienst – das hat sie besonders geliebt. Genau wie den sonntäglichen Gottesdienst. „Ich predige sehr gerne.“

Foto: Samuel Ogunnibi
Mitte Oktober hat die Selmer Gemeinde Pfarrerin Heike Scherer verabschiedet. Foto: Samuel Ogunnibi