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15.06.2017

Pfarrer bei der Feuerwehr

Foto: Stephan Schütze
Der Spezial-LKW, um den sich die Theologen zum Gruppenfoto versammeln, kann seinen Teleskopmasten auf 54 Meter hochfahren. Foto: Stephan Schütze

Evangelischer Pfarrkonvent besuchte die Feuerwache 1

Lokomotivführer, Flugzeugpilot oder Feuerwehrmann. Das sind einige der Traumberufe von kleinen Jungs. Wie der tatsächliche Arbeitsplatz bei der Feuerwehr aussieht, davon konnten sich die Pfarrerinnen und Pfarrer des Evangelischen Kirchenkreises beim Besuch der Dortmunder Feuerwache 1 überzeugen.

Vermutlich ist die wirkliche Arbeitswelt eine andere als die in der Traumberuf-Vorstellung. Möglicherweise ist sie sogar beeindruckender. Ein Beispiel: der Spezial-LKW, um den sich die Theologen zum Gruppenfoto versammeln, kann seinen Teleskopmasten auf 54 Meter hochfahren.

Auch andere Zahlen sind imposant: rund 900 hauptamtliche Mitarbeitende hat die Dortmunder Berufsfeuerwehr, hinzu kommen 700 Engagierte in der freiwilligen und 300 in der Jugendfeuerwehr.

Im Jahr 2015, so erläuterte Branddirektor Dirk Aschenbrenner den Pfarrerinnen und Pfarrern, hatte die Berufsfeuerwehr alleine 2.400 Brandeinsätze. Insgesamt waren es 136.000. Dazu zählen auch Einsätze des Rettungsdienstes und solche zum Schutz vor Umweltgefahren.

„Alle 3,52 Minuten wird in unserer Leitstelle ein Einsatz registriert.“ Damit wird klar: Feuerwehr ist deutlich mehr als man sich vorstellt. „Vor 60 Jahren war unser Schwerpunkt tatsächlich die Brandbekämpfung.“ In den folgenden Jahrzehnten ist viel dazu gekommen, darunter technische Hilfeleistung, Einsatz bei Ölunfällen und Chemieunfällen und eben auch der Rettungsdienst.

Alleine jeder RTW, so kürzen die Fachleute den Begriff Rettungswagen ab, hat pro 24-Stundenschicht zehn Einsätze. „Es ist gut zu sehen, wie das Hilfesystem organisiert ist“, kommentierte der Stellvertretende Superintendent Michael Stache den Vortrag von Aschenbrenner.

Mit der Notfallseelsorge gibt es übrigens einen gemeinsamen Arbeitsbereich von Feuerwehr und Seelsorge; darüber hinaus haben die Theologen immer wieder dienstlich mit den Notrettern zu tun. Auch deshalb wollten sich die Pfarrerinnen und Pfarrer über den Arbeitsplatz Feuerwehr informieren.

Feuerwehrpfarrer und Koordinator der Notfallseelsorge Hendrik Münz berichtete beim Besuch seinen Theologenkollegen  von seiner doppelten Rolle in Feuerwehr und Kirche. „Für mich war es immer wichtig, eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung zu haben, anderen helfen zu können.“ Und, so ergänzte Münz, „Kirche und Feuerwehr, das ist beides eine Berufung.“

Übrigens: sich den Traumberuf Feuerwehr zu verwirklichen ist ganz schön schwierig, denn die Anforderung sind hoch. Die Dortmunder Feuerwehr stellt jedes halbe Jahr 24 „Neue“ ein. Für diese Stellen gibt es zwischen 600 und 1.000 Bewerbungen.

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