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Eigentlich wollte man nur das Portal der Christuskirche sanieren. Kleine Steinkugeln hatten sich aus dem Relief im Mauerwerk gelöst. Doch ein Statiker prüfte alles und schlug Alarm: Der Kriechkeller unter dem Bau und auch die zentrale Kuppel drohten einzustürzen. Plötzlich musste viel Geld her, um die Kirche zu retten.


Mit guten Ideen, Ausdauer und unablässigem Engagement der Gemeinde ist es gelungen. Die Stiftung kam grad zur rechten Zeit: Just als sie 2006 aus der Taufe gehoben wurde, traten die unerwarteten Schäden zu Tage. Statt der 50.000 Euro fürs Portal musste schnell eine sechsstellige Summe von unkalkulierbarer Höhe bereitstehen. So galt es, rasch Spenderinnen und Spender zu gewinnen; auf zukünftige Erlöse aus Stiftungsmitteln konnte man nicht warten. „Der Statiker hätte uns die Kirche schließen müssen“, erinnert sich Pfarrer Winfried Moselewski. Kreativität war gefragt und innovative Aktionen.

Spendenbescheinigung vonseiten der Stiftung war schon mal ein gutes Argument. Doch das Fundraisingteam der Gemeinde leistete mehr, musste findig agieren, den Bedarf breit kommunizieren und immer wieder neue Förderanreize schaffen.


Beharrlichkeit zahlt sich aus

„Immer am Ball bleiben“, lautet das Motto des Stiftungsbeauftragten Dieter Kurtze, „auch private Kontakte aktivieren, nicht nur die Gemeindemitglieder.“ Ein Landrat wurde Schirmherr, ein Dachdecker schenkte Arbeitszeit, ein Modellbauer fertigte eine Miniatur-Christuskirche als Spardose, ein Werbefachmann textet und gestaltet Spendenaufrufe, ein Nachbar fotografiert. Der Slogan lautet: „Jeder Cent hilft!“. Und unermüdliche Pressearbeit half, das Anliegen in Erinnerung zu halten.
Manche der Spendenaktionen wurden ein Erfolg. Andere weniger; man ersetzte sie umgehend durch neue Maßnahmen: Orgel- und Jazzkonzerte, Sammeltassen in Stadtteilgeschäften, „Stifterwein“, persönliches Glockenläuten um 15 Uhr (für 15 Euro), Turmbegehungen, eine Tombola, ein exklusives „Feierabendbrot“ vorm Altar …

 

© Ev. KG Horstmar-Preussen


Gerettet – und nun wird vorgesorgt

Letztlich konnten nicht nur die Kuppel und der Keller stabilisiert werden. Der Turm wurde ebenfalls saniert, im Anschluss noch zwei der Fassaden – und 2012 endlich auch das Hauptportal. Ein neuer, großzügig angelegter Vorplatz und eine barrierefreie Eingangssituation mit Rampe laden ein. Rettung geglückt. „Nun können wir uns auf Nachhaltigkeit konzentrieren. Und das Vermögen der Unterstiftung ‚Unsere Christuskirche’ allmählich weiter aufstocken“, freut sich Dieter Kurtze.
Da die Stiftung offizielle Stifterbriefe erst ab 250 Euro ausstellt, bedankt sich das Fundraisingteam der Gemeinde im persönlichen Stil bei ihren Stiftern – ganz im Sinne des Slogans „Jeder Cent hilft!“. Schon für eine Zustiftung von 50 Euro erhalten sie als kleines Dankeschön eine Anstecknadel: die Nachbildung eines Säulenkapitells ihrer Herzenskirche.

Kontakt

Stiftung Denkmalswerte Kirchen der Ev. Kirche in Dortmund und Lünen

Jägerstraße 5
44147 Dortmund
Telefon: 0231.8494-348
E-Mail: denkmalswert(at)ekkdo.de

Ansprechpartner
Pfarrer Michael Küstermann
 

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