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Hilfe für Opfer von Menschenhandel

Opfer von Menschenhandel sind überwiegend Frauen und Mädchen, aber z.T. auch Jungen und junge Männer, die mit physischem und psychischem Druck und Gewalt zur Prostitution gezwungen werden.

Der überwiegende Anteil der Opfer kommt aus sehr armen Ländern, wo besonders Frauen in schwierigen Lebensverhältnissen keine Perspektive auf Arbeit oder die Verbesserung ihrer Situation haben, und die mit großen Hoffnungen auf ein besseres Leben für sich und ihre Familien nach Deutschland kommen.

Die Dortmunder Mitternachtsmission hat die Möglichkeit, den Opfern von Menschen-handel umfassenden Schutz und Hilfe zu gewähren, wenn sie in Kontakt mit den Betroffenen kommt. Immer häufiger erfährt die Mitternachtsmission von Opfern von Menschenhandel, die als Flüchtlinge und Asylsuchende nach Dortmund gekommen sind. Sie kommen überwiegend aus afrikanischen Ländern wie Nigeria, Guinea, Gambia etc. aber auch aus südosteuropäischen Ländern wie Serbien, Kosovo und Albanien. Viele dieser Frauen sind schwanger oder bringen Kinder mit in die Betreuung.

Die Täter kennen sich in der Regel sehr gut aus mit den Strukturen im Rahmen der Asylverfahren und können die Opfer bald ausfindig machen, um sie der Prostitution zuzuführen oder sie zu bestrafen, weil sie aus der Zwangssituation geflohen sind. Sie werben die Opfer in Heimatländern an, organisieren falsche Passpapiere und den Transport nach Deutschland  und instruieren die Frauen sehr genau, was sie sagen müssen. Afrikanische Frauen werden häufig mit Voodoo/Juju und mit massiver Bedrohung der Familie gefügig gemacht. Viele werden bereits auf dem Fluchtweg Opfer massiver , auch sexueller, Gewalt. Die Frauen und Mädchen, aber auch Jungen, werden mit physischer und psychischer Gewalt zur Prostitution gezwungen. Sie kennen sich in Deutschland nicht aus, sprechen die Sprache nicht, sind illegal im Land und vertrauen den Behörden nicht.  Häufig sind sie verletzt und traumatisiert. Einige vertrauen sich den Verfahrensberaterinnen, Mitarbeiterinnen in den Flüchtlingseinrichtungen oder den Entscheidern des BAMF bei der Anhörung an. Viele Opfer von Menschenhandel, die Asyl beantragen, werden aber nicht rechtzeitig identifiziert und an die spezialisierten Beratungsstellen vermittelt, bevor sie von den Tätern aufgegriffen werden, da sie zu viel Angst und zu wenig Vertrauen haben, um sich anzuvertrauen.

Der Kontakt zu Opfern von Menschenhandel wird i.d.R. über die Polizei, durch Streetwork oder durch sog. Dritte, wie Prostituierte, andere Beratungseinrichtungen, Kliniken, Ärzte, BehördenmitarbeiterInnen oder andere hilfsbereite Menschen zur Mitternachtsmission hergestellt. Um den von Menschenhandel betroffenen Frau und Mädchen und Jungen Schutz und Hilfe gewähren zu können, benötigen wir dringend zusätzliche Mittel für Honorar für Sprach- und Kulturmittlerinnen, da die meisten der Opfer zumindest am Anfang keine deutschen Sprachkenntnisse haben. Dafür benötigen wir zusätzliche  Honorarmitarbeiterinnen mit verschiedenen Sprachkenntnissen Das Ziel ist, mehr Opfer von Menschenhandel zu erkennen und ihnen den  auch rechtlich festgelegten Schutz vor den Menschenhändlern und umfassende Hilfe zu ermöglichen und ihr Vertrauen in Institutionen und auch die Polizei hier in Dortmund aufzubauen und zu stärken.

Antragsteller

  • Dortmunder Mitternachtsmission e.V
    Projektbetreuerinnen: Heike Müller und Andrea Hitzke

Finanzierungsbedarf

  • 10.000 Euro

  • Spendenstand: 6.413,20 Euro

Spendenstand

Bild Spendenbarometer 20 Prozent

Projekt 5

  • Spendenstand
    6.413,20 Euro
  • Spendenziel
    10.000 Euro

Projektspendenkonto

Spendenkonto

Kreiskirchenkasse Dortmund
BIC
DORTDE33XXX
IBAN

DE33 4405 0199 0001 0611 00
Sparkasse Dortmund
Stichwort:
spendobel/Projekt 5